Samstag, 23. Mai 2026

Reichenau reloaded

Erinnert ihr euch noch an den pfiffigen Naturgarten auf der Bodensee-Insel Reichenau, den ich letzten September besucht habe? Da man ja bekanntlich nie zweimal in denselben Garten geht, musste ich dieses Jahr im Mai unbedingt noch einmal hin. 

Die Lindwürmer aus Tonblumentöpfen sind natürlich immer noch da, aber es blühen andere Pflanzen und es gibt andere Deko - und auch andere Tiere.








Sogar kaputte Tontöpfe kommen noch zu ihren Ehren:






Und natürlich dürfen sie die Benjeshecke bewachen, die um diese Zeit mit Kohlstrünken farblich aufgepeppt wurde:

Im Hochbeet fielen Gurkenscheiben auf, die dort ausgelegt waren. Sie waren offenbar nicht für müde Augen gedacht, sondern für wache Stielaugen - eine Opfergabe für den Gott der  Nacktschnecken? Es scheint zu wirken, denn die Mitte mit dem saftigen Teil war ausgefressen. Gurken in allen Zuständen gibt es auf der Reichenau je genug, da wird auch mal was weggeworfen, was dann noch als Schneckenköder taugt.

Der Garten ist so friedlich, dass ein Igel ein Sonnenbad nahm. Als es ihm zu heiß wurde, zog er sich wieder in sein Versteck unter der Palette zurück und schlief im Dunklen weiter.

Mauerpfeffer ergießt sich aus einer Gießkanne...

...und anderen Gefäßen:

Der Kompost ist so hübsch mit Strohblumen dekoriert, dass man gar nichts Neues oben drauf werfen möchte:

Auch der Stinkende Storchschnabel hat einen Ehrenplatz neben Feldsalat bekommen:


Ein Sandarium in einer großen Schale:

Blühender Schnittlauch:

Kreative Deko mit Ton und Totholz:


Teich mit Ausstiegshilfe und helfender Hand:


Noch mehr Deko mit Sukkulenten:



Eine kreative Verwendungsmöglichkeit für ausrangierte Teller:


Totholz und noch mal der Stinker:


Das bepflanzte Gesicht:


Dieses Mal hat es mir besonders die Haferwurzel angetan. Sie ist mit Bocksbart und Schwarzwurzel verwandt, blüht aber in sensationellem Lila - und war ganz beliebt bei einer sich im Pollen wälzenden Schmalbiene.






Der Beinwell wurde von einem Langhornbienen-Männchen besucht. Die Damen gehen lieber an Rotklee, Vogel-, Zottel- oder Zaun-Wicke, die Herren sind weniger wählerisch. Daneben ein Johanniskraut-Fallkäfer.



Dieser Garten ist auf jeden Fall ein Muss bei jedem Besuch der Reichenau - und vom Fähranleger fußläufig zu erreichen!


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