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Letztes Jahr konnte ich keine Tomaten ernten, weil ich die Samen peinlicherweise nicht wiedergefunden habe. Und die im Juli an den Wegesrand gestellte Tomate, die zur Adoption bereitstand, hat am Ende keine einzige Frucht hervorgebracht. Das Desaster sollte sich dieses Jahr nicht wiederholen!
Im März habe ich wieder Tomaten ausgesät, diesmal die Lubera-Freilandtomate OpenSky 'Schlingel Filou', die so richtig was für faule Gärtner ist: Man muss sie nicht ausgeizen, man lässt sie einfach machen, dazu ist sie super robust. Die kleinen Früchte sind erst schwarz-grün, später schwarz-rot.
Ausgesät habe ich in Paper-Pots aus Zeitungspapier und die torffreie Kräuter- und Anzuchterde von Patzer. Da Keimlinge mit ihren zarten Wurzeln kein stark gedüngtes Substrat vertragen, ist es besser, spezielle, wenig ungedüngte Erde zu verwenden. Diese Variante ist locker und krümelig, die Tomatensämlinge mochten sie sehr.
Als sich die ersten richtigen Blätter gebildet haben, habe ich sie umgetopft in Patzer-"NATUR-Erde für Blumen und Pflanzen im Haus und Garten". Beim Umzug in die großen Kübel habe ich sie abgedeckt mit Patzer-"NATUR Mulch zum Abdecken von Pflanzflächen und Gemüsebeeten", alles torffrei.
Da der Beutel so groß war, habe ich auch noch sämtliche Beete damit abgestreut. Ich muss sagen, dass ich es den Stauden angesehen habe, sie wirkten deutlich vitaler, was natürlich auch mit dem Regen im April und Mai zusammenhängt. Aber die enthaltene Terra Preta hat sicher dazu beigetragen.
Und wie geht es den Tomaten? Sie haben gut und willig geblüht. Hier besucht ein unbeständiger Schmalhans die Blüte. Bestäuben wir die kleine Wanze sie eher nicht, dass überlässt sie den Profis.
Im August konnte ich die ersten Schlingel Filou ernten. Die Farbe ist wirklich fantastisch und das Laub sieht jetzt im Spätsommer noch richtig gut aus.
Leider hat sich eine Pflanze als Bodendecker betätigt und wollte in den Nachbarkübel auswandern. Überhaupt haben sich die Triebe in alle Richtungen ausgebreitet, was auch daran liegen mag, dass wegen der Hitze und Sonne ständig die Markise draußen war und sich die Pflanzen Richtung Sonne gestreckt haben. Aber ich hatte keine Lust, sie dreimal am Tag zu gießen, dann lieber gedämpftes Licht. Beim Versuch, den Ausreißer hochzubinden, ist ein Trieb gebrochen. Ich habe ihn sofort wieder fallengelassen wie eine heiße Kartoffel und er war zum Glück nur angeknackst. Bei ausreichend viel Wasser hat er überlebt und sogar Früchte hervorgebracht. Wirklich eine echte Kämpfernatur, diese Tomate!
Als es kühler wurde und man die Markise nicht mehr gebraucht hat, sind die Tomaten in der Farbe gleich viel intensiver geworden, richtig lila!
Und den Schalk im Nacken hat sie auch, die diese lustige Frucht hier links beweist:
Nächste Jahr probiere ich eine andere Sorte, damit die vielen weiteren Samentütchen auch zum Zuge kommen, aber diese kann ich wärmstens empfehlen. Die Erde auch. Danke an Patzer dafür!















































