Von Spandau nach Steglitz mit Bus und Bahn, von der Havel in den Botanischen Garten Berlin-Dahlem - eben fühlt man sich noch wie in einem italienischen Dorf am See, schon ist man mitten in der Stadt. Sowas funktioniert auf kleinstem Raum im Bundesland Berlin und wir hatten dort in einer Havel-Marina übernachtet, um am nächsten Tag zum Berliner Staudenmarkt in den Botanischen Garten zu gehen. Der lohnt sich ja immer, an so einem Wochenende ist man aber völlig überwältigt von der Vielfalt der Anbieter, sodass man gar nicht weiß, ob man die ortsansässigen Stauden oder die im Topf zuerst anschauen soll.
Letztere buhlten ziemlich um Aufmerksamkeit, denn sie wollten auch gern ihre Wurzeln in Erde ausstrecken. Manche Stände wirkten sogar so, als könnte man den ganzen Laden aufkaufen und hätte das perfekte Staudenbeet zusammen.
Hier können sich meine Herbst-Anemonen aber mal eine Scheibe von abschneiden, diese im Container sehen viel blühfreudiger aus. Aber Kunststück, Selbstvermarktung ist alles, sonst wird man nicht mitgenommen und kann mit den Wurzeln weiterhin im Topf Kreise drehen.
Dieser Stand hatte auch alte Email-Ware und Leitern dabei, ich konnte gar nicht genug von ihm bekommen:
Es gab aber nicht nur Stauden auf dem Staudenmarkt, sondern auch Gehölze, Kakteen und Gemüse.
Ganz viel Kohl in verblüffend vielen Farben:
Und was Scharfes:
Diese Tomaten haben sich ihren Namen eintätowiert, denn sowas ist ja gerade in:
Bio-Blumenzwiebeln wurden als Set oder zum Selbst-Zusammenstellen in Kisten angeboten und hübsch nach Blühmonaten sortiert. Man merkt an dem Schild, dass De Warande aus Holland kommt:
Besonders angetan hatte es mir auch dieser Stand mit Wasserpflanzen, die ganz liebevoll arrangiert und ausgestellt waren:
Wer zu viele Pflanzen gekauft hatte, konnte sie an einem Stand abgeben und sie wurden im Bollerwagen zum Ausgang gefahren - ein Pflanzentaxi also.
Leider ist der nächste Berliner Staudenmarkt im Frühjahr nicht so gut zu erreichen, denn wegen einer Baustelle hinter Hannover braucht der ICE das ganze nächste Jahr 80 Minuten länger. Aber ein Bollerwagen hilft dann auch nicht.

















































