Mein Garten macht dieses Jahr Anstalten, dem echten Kleinen Horrorgarten (mit dem gleichnamigen Blog) den Rang abzulaufen. Und nicht, weil er voller Riesenkürbisse wäre, sondern weil er stattdessen mit nie geahnten Mengen an sehr kleinen kugeligen Dingern um sich wirft. Ich weiß nicht warum, aber der Zierapfel 'Golden Hornet' wirft seit September Tausende Früchte ab, alle gelb und reif. Das hat er noch nie gemacht, die blieben immer oben, bis sie dort schwarz wurden. Ob es an dem trockenen Hitzesommer liegt? Aber hätte er dann nicht früher damit anfangen müssen?
Jedenfalls bin ich nur noch damit beschäftigt, die Zieräpfel aufzusammeln und in die Biotonne zu werfen, sonst ist bald alles voll mit gärendem Apfelmus, aber alle finde ich nie und komme an die meisten in den Beeten nicht ran, ohne alles zu zertrampeln oder zu zerharken. Dem Komposter kann man diese Mengen auch nicht zumuten.
Warum kann man Garten sich nicht mal am Riemen reißen und in Schön vergammeln, so wie der Herbst das angeblich tun soll?
Um ihm mal ein paar Inspirationen zu bieten, bin ich noch mal in den Berggarten in Hannover und habe ein paar Bilder mitgebracht. Guck, Zierapfel, so geht das:
Das ist nämlich Malus 'Professor Sprenger' und der hält seine Äpfelchen hübsch bei sich. Anscheinend hat der Professor studiert und kennt sich aus mit Schönsein.
Beim Wechselblättrigen Hartriegel (Cornus alternifolia) sehen sogar die abgefallenen Fruchtstiele gut aus:
Das Rotlaubige, was man auf den Fotos zwischendrin immer mal sieht, wirkt wie ein Japanischer Ahorn, aber es scheint eine Malve zu sein, vielleicht Hibiscus acetosella 'Mahagony Splendor':
Hier sieht man die Pflanze jeweils rechts im Bild:
Wem also Japanische Fächer-Ahorne zu kompliziert und pilzanfällig sind oder wer nicht weiß, ob so ein teures Gehölz an der einen Stelle gut aussehen würde, kann es ja erstmal mit diesem exotischen Malvenknaller probieren.
Aber was red ich, mir sind ja sogar schon Zieräpfel zu kompliziert...































































