Gartenabfälle in den Wald zu kippen ist so günstig wie verboten. Trotzdem findet man immer wieder wilde Müllkippen, die hauptsächlich aus Grasschnitt in der Größenordnung eines Fußballplatzes oder Heckenschnitt diverser, anscheinend kilometerlanger Koniferenhecken bestehen. Manchmal finde ich auf solchen Haufen auch weggeworfene Stauden, trotzdem ist so ein Anblick nicht erfreulich, auch für die Natur nicht, die solche Ansammlungen an modrigem Rasen erst einmal verdauen muss.
Bisher war mir aber die Entsorgung eines ganzen Hausstands noch nicht untergekommen. Das stinkt immerhin nicht so wie ein Haufen vor sich hin gärenden Grasschnitts. Auf dem Waldweg sah es jedenfalls aus wie nach einem Polterabend: Zerdeppertes Geschirr lag einträchtig, aber kaputt, neben Tonscherben und Haushaltskeramik. So fährt sich ein Auto auch die nächsten Jahrzehnte dort nicht mehr fest.
Draußen nur Kännchen? Neben den Trümmern einer Kaffeekanne aus Porzellan stand noch eine passende Tasse, randvoll mit Regenwasser, hier war schon ein richtiges Biotop entstanden. Aber auch der Deckel der geblümten Kanne hatte den Sturz überstanden. Und den habe ich einfach mal mitgenommen.
Wieso, weshalb, warum? Das Purzel-Porzellan dient nun als Schutzkappe für meine Augen. Denn wenn ich mal wieder Tomaten auf den Augen habe, möchte ich beim Wühlen in den Beeren nicht unsanft in das angespitzte Ende einer Staudenstütze oder eines Tomatenstabs gucken. Das kann böse Folgen haben, also lieber Deckel drauf.
Sieht auch ganz nett aus und thematisch passend zum Blümchengarten. Außerdem kann man die Haube noch mit Moos ausstopfen als Ohrwurmdomizil.
Wie man hier sieht, lässt sich die Biene nicht irrtieren und weiß die echte von der aufgemalten Blume zu unterscheiden:
Alternativ eignen sich als Augenschutz auch kleine Töpfe oder leere Schneckengehäuse.
So bleibt beim Gärtnern mit Tunnelblick garantiert jedes Auge trocken!




