Es gibt Gärtnern mit dem Mond und es gibt Mondgärtnern, wo man versucht, den Garten auch im Dunklen attraktiv zu gestalten. Aber dann sieht man ihn doch sowieso nicht? Genau, deswegen zielt diese Art der Gestaltung darauf ab, duftende oder leuchtende Pflanzen mit einzubeziehen, oder für nachtaktive Tiere zu gärtnern. Die können nämlich leuchten, wie die Glühwürmchen, oder Geräusche machen, wie der Igel. Natürlich gibt es keine Pflanzen, die wirklich Licht erzeugen, doch es gibt helle Blüten, die im Mondlicht hervorstechen und so tun, als würden in ihnen kleine Lampen stecken. Damit sind sie auch für Nachtfalter attraktiv. Die eierlegende, nachtaktive Wollmilchsau sind also weiße Blüten, die duften, und an deren Blättern auch noch Raupen von Nachtfaltern fressen. Denn dann kann man sogar die interessanten Flug-Silhouetten von Fledermäusen in der Dämmerung beobachten, die die Motten fangen. Oder die Stechmücken, denn das sind die nachtaktiven Tiere, die wir weder sehen, spüren noch hören wollen, obwohl sie sich wirklich alle Mühe geben, die Dunkelheit akustisch zu untermalen und ihr zu einem bleibenden Eindruck zu verhelfen.
Schade ist nur, dass der Garten im Winter, wo die Nächte so lang und langweilig sind, so wenig Blüten hat. Hier kann man sich an frostfreien Tagen immerhin mit Wasserflächen behelfen, in denen sich das Mondlicht spiegelt. Bewegtes Wasser liefert im Sommer schimmernde Oberflächen und eine angenehme Geräuschkulisse - und Teiche locken noch mehr nachtaktive Tiere. Weiße Seerosen fallen in der Dämmerung und bei Mondschein besonders aus.
Ein neues Buch aus dem Ulmer-Verlag gibt Tipps zur Gartengestaltung in der dunklen Zeit des Gartens: Der Nachtgarten von Lena Landefeld.
Das Cover macht schon richtig Lust, den Garten auf die Nacht vorzubereiten, anstatt ihn einfach nur abends ins Bett zu schicken. Es ist das zweite Buch unter den diesjährigen Neuerscheinungen mit dunklem Titelbild, neben meinem "Mord im Nacktschnecken-Milieu". Sowas fällt auf im ansonsten grünen Gartenbuchregal.
Wie bringt man denn Licht ins Dunkel? Im Gegensatz zu tagaktiven Gartenratgebern geht es hier um drei Ansatzpunkte, um die Nacht zum Tage zu machen: Es behandelt Pflanzen, die duften, leuchten oder Tiere anlocken. Das heißt aber nicht, dass solche Pflanzen dann bei Tage langweilig aussehen. Vielleicht duften sie nicht, aber auch bei Lichte besehen sind sie nicht unattraktiv.
So gibt es dann auch drei große Kapitel:
- Es leuchtet!
- Es duftet!
- Es lebt!
![]() |
| Rote Lichtnelke |
Liebe Elke,
als alte Krimileserin und Gärtnerin bin ich da gern dabei, bin schon gespannt, welche Abgründe sich da im Garten auftun.
Viele Grüße
Inge










Danke für Deine informative Buchvorstellung. Das Thema interessiert mich schon lange und ich bin mir sicher, wäre mein Garten größer, gäbe es nahe der Terrasse einen weißen Gartenteil mit duftenden Blüten. Dabei habe ich, muss ich zu meiner Schande gestehen, nie an die tierischen Besucher gedacht, sondern nur an mein Vergnügen. Gut, ein wenig mitgedacht habe ich doch, denn so ein weißer Duftgarten braucht keine Gartenbeleuchtung, aber auf die verzichte ich seit vielen Jahren auch ohne Mondgarten. Gratulation an die Buchgewinnerin Inge und schönes Wochenende. LG Wurzerl
AntwortenLöschenLiebe Elke,
AntwortenLöschenIm Leben hätte ich nicht gedacht, dass ich mal was gewinne, ich freue mich ganz riesig auf das Buch, unbedingt mit Widmung ! Meine Adresse habe ich dir geschickt.
Lieber Gruß
Inge