Neuerdings holt man sich gern alle Annehmlichkeiten, die man im Haus findet, in den Garten. Ob Outdoor-Dusche, Küche, Sofa oder Teppich: Das Drinnen wird nach Draußen gekehrt. Und die Badewanne wird als Pool gleich eine Nummer größer eingebaut. Nur die Toilette bleibt verblüffenderweise allein und hübsch da, wo sie ist. Sie wird nicht im Garten nachgebaut. Am Platz kann es also nicht liegen.
Und doch fehlen die wichtigsten Gartenelemente in vielen Gärten: Regentonne und Komposter. Vielleicht, weil sie groß sind und oft nicht gut aussehen. Und man kann sie nicht als Sitzmöbel verwenden. Dabei sparen sie im Gegensatz zu den anderen nach draußen verschleppten Dingen sogar Geld.
Sie können sogar ganz schön aussehen:
Dieses Jahr hat sich mal wieder gezeigt, wie nützlich eine Regentonne ist. Denn ein Pool schluckt zwar auch Wasser, aber das fällt im Gegensatz zur Tonne nicht vom Himmel. Für mich war daher immer klar, dass ich eine Regentonne brauche. Leider habe ich nur ein Fallrohr im Vorgarten. Aber egal, steht sie eben dort.
Dummerweise muss ich jede Gießkanne vorne schöpfen, einmal durch's Wohnzimmer (das Indoor-Wohnzimmer, versteht sich) schleppen und im Garten entleeren. Dann alles wieder von vorn.
Eine Wasserschale für kleine Tiere gibt es dort auch.
Das ist so umständlich, dass der Vorgarten immer eine Vorzugsbehandlung bekommt. Sobald sich ein stärkerer Regen ankündigt, schaffe ich Platz in der Tonne, wenn sie schon voll ist. So haben die Herbstanemonen, die Stachelbeere, die Farne und die Bach-Nelkenwurz einen Puffer für schlechte Zeiten. Und wenn sie es nicht brauchen, füttert die Extraportion eben das Grundwasser.
Der Vorgarten bekommt also eine Extrawurst, der Garten hinterm Haus wird dagegen etwas vernachlässigt. Ihm gönne ich aber alles, was in der Küche so an Brauchwasser anfällt, vom Obst- und Gemüsewaschen, Kaffeemaschinentresterbehälter sauber machen, Eier abschrecken, Pellkartoffeln Kochen oder Vor-dem-Duschen aufs-warme-Wasser-Warten.
Gut, dass man Sommer sowieso mehr Obst wäscht, da können die Beete das Wasser gut gebrauchen. Auch als es letztens mal endlich zwei Tage geregnet hatte, habe ich nicht aufgehört, das Brauchwasser in den Garten zu bringen. Die Dürre ist ja nach zwei Tagen nicht vorbei.
Mit Brauch- und Regenwasser darf man auch dann noch gießen, wenn die Gemeinde das Gartenbewässern längst verboten hat, denn da geht es nur ums Trinkwasser.
Deswegen würde ich die Regentonne immer einer Außenküche in der Größe eines Kleinwagens vorziehen.






Guten Morgen Elke,
AntwortenLöschenmir war es schon immer rätselhaft, welchen Vorteil Outdoorküchen haben. Mir reicht es vollkommen, eine Küche zu putzen.
Bei uns kommt das klare Putzwasser an die Sträucher vor der Haustür, die im Wind- und Regenschatten stehen. Nach einem Schauer zu gießen hat übrigens den Vorteil, dass der Boden schon etwas feucht ist und das Wasser besser aufnehmen kann.
Viele Grüße
Susanna
Guten Morgen liebe Elke,
AntwortenLöschenwir haben das Glück, dass wir noch die ehemalige unterirdische Güllegrube unseres Hofes haben, wenn ich richtig gerechnet habe, gehen da etwa 80 000 Liter Wasser rein. Die Grube wird von ganz allein durch Regenwasser und Schneeschmelze gefüllt. Mit Hilfe einer Pumpe kann der ganze Garten bewässert werden. Im Garten gibt es natürlich auch noch Tonnen, die Wege hier sind weit, da ist man froh, wenn das Wasser zumindest in Beetnähe ist. Ich kann dir gut nachfühlen, wie es ist, wenn man jede Kanne durchs Haus schleppen muss. Unschöne Tonnen lassen sich ganz gut mit ein paar Kübelpflanzen kaschieren.
Brauchwasser landet hier auch gleich im Rosenbeet oder in den Kübelpflanzen vor dem Haus. Salat und Obst wasche ich über dem Steinbrunnen am Haus, da geht dann auch nichts verloren.
Den ganzen Outdoorkram brauchen wir auch nicht, die Gartenmöbel und der Liegestuhl ( in dem eigentlich nie Jemand drinliegt ) reichen vollkommen.
Heute morgen hat es drei !! Liter geregnet, die fünf gestorbenen Birken haben nur traurig mit den verdorrten Blättchen gewunken.
Viele Grüße
Inge