Die Einjährigen Silberblätter sind los - Lunaria annua ist dieses Jahr übermütig geworden und wächst einfach überall, von vorn bis hinten im Garten. Unterm Zierapfel neigt das Kraut mit den violetten Blüten zur Grüppchenbildung und bleibt dort gern unter sich, flankiert nur von einer gleichfarbigen Tulpe.
Der Aurofalter ist jedenfalls begeistert und dort gar nicht mehr wegzukriegen. Schön sieht die Bande im abendlichen Gegenlicht aus.
Auch das Gelb das Goldlacks unter der Süßkirsche stört nicht weiter - Komplementärfarben machen sich immer gut.
Umgeben von den hellgelben Tulpen ist die Welt noch in Ordnung, das sieht sehr edel aus und fast wie geplant - doch so gern ich das behaupten würde, es stimmt einfach nicht, die lebenslustige Lunaria hat sich auch diesen Platz selbst ausgesucht.
Umgeben von den hellgelben Tulpen ist die Welt noch in Ordnung, das sieht sehr edel aus und fast wie geplant - doch so gern ich das behaupten würde, es stimmt einfach nicht, die lebenslustige Lunaria hat sich auch diesen Platz selbst ausgesucht.
Nur weiter vorn an der Terrasse ist die Farbharmonie doch etwas gestört. Während der Garten in Gelb, Lila, Blau, Weiß und Rosa noch durchaus als geschmackvoll zu bezeichnen wäre, wenn man beide Augen zudrückt und wirklich nur die Farben meint und nicht den Wildwuchs, in dem sie stattfinden, wird man in den terrassennahen Beeten nur in Schwarz-Weiß wirklich glücklich. Hier hocken sie nämlich, die aufmüpfigen Rebellen der Zwiebeltruppe: Die schon mehrere Jahre alten roten Tulpen. Und genau daneben musste sich natürlich auch ein Silberblatt einquartieren. Dort, wo sonst nie eins war.
Doch die rote Tulpe neben der lila Blüte ist ein farblicher Fehltritt und nichts für Feinsinnige. Dabei gibt sich diese Lunaria ja sogar alle nur erdenkliche Mühe und versucht, den maximal möglichen Rotton zu erreichen, der im Violett drinsteckt. Das nenne ich Einsatz.
Trotzdem ein sehr starker Kontrast. Aber was soll man machen, die Tulpen waren zuerst da und das Silberblatt geht auch irgendwann wieder. Mehrjährig sind sie nie, und so werden die Karten im nächsten Jahr neu gemischt. Dann vielleicht mit einer harmonischeren Farbzusammenstellung.
Nächstes Jahr mische ich dann zusätzlich etwas Weiß als Friedensstifter dazwischen. Ich habe nämlich die weiße Form von Lunaria annua gesät und hoffe, dass sie sich ebenso wohlfühlen wird wie der wildfarbene Rebell. Man darf gespannt sein, ob es klappt. Bald ist die rote Tulpe verblüht, viel eher als es das Silberblatt sein könnte. Dann ist auch wieder Ruhe im Beet.























