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Samstag, 6. Mai 2023

Die Barbapapas im Topf

Kennt ihr noch die Barbapapas? Die Zeichentrickserie habe ich als Kind geliebt. Und jetzt habe ich selbst einen. Einen Violetten. Der lebt aber unterirdisch und ich kann ihn erst im Herbst wiedersehen. Er soll ja auch noch wachsen und sich vermehren. Denn er ist eine lila Kartoffel, also, pardon, eher eine Sie. Denn er sieht aus wie Barbarella.

Und das kam so: Anfang März war die Saatgutbörse in Bielefeld. Das ist immer ein Highlight. Man bekommt kostenlos Saatgut und Pflanzen - und manchmal eben auch Kartoffeln. Es handelte sich um eine violette Sorte, die schon angefangen hatte zu treiben. Da war sicher jemandem die Kartoffelernte über den Kopf gewachsen. Aber besser als sie zu kompostieren. Ich nahm also eine Kartoffel mit. Eine, wohlgemerkt, ich habe ja selbst nicht viel Platz. So wird man sicher nicht zum Selbstversorger, aber man bekommt mit Glück ein paar lila Knollen.

Zunächst habe ich die Kartoffel in einen kleinen Topf gepflanzt. Damit sie nicht ganz übermütig wird, durfte sie im kühlen Schlafzimmer wohnen und - trotz aller Ähnlichkeit mit einem zu dem Zeitpunkt noch stark gealterteten lila Barbapapa - nicht im Bett schlafen. Und dann wölbte sich der Topf immer mehr... Klarer Fall, im April musste sie raus und ausgewildert werden. Gar nicht so leicht, den Wurzelballen loszuseisen, so stark hatte er den Topf gedehnt.. 
 

Und dann kam dies zum Vorschein: Das ist doch schon mehr ein Barbapapa! Gleich zwei pralle lila Knollen unter einem kräftigen Trieb, der auch einen Hauch von violett zeigt.


Jetzt nur keinen Fehler machen, liebe Schnecken, dann seid ihr dran, das verspreche ich euch! Meine Kartoffeln will ich für mich alleine haben! Und damit das so bleibt, habe ich gleich mal Kaffeeprütt und Schafwolle auf den Topf gegeben.

Zeitgleich schaute ich in die Biotonne, die sich eine Nachbarin mit uns teilt, und fand ausgetriebene Kartöffelchen! 


 


Na, wenn das nicht zu meinem Selbstversorger-Kartoffel-Kübel passte! Natürlich habe ich sie gerettet und eingepflanzt, obwohl sie im Vergleich zu meiner lila Sorte eher farblos daherkommen. 

Ich finde, sogar das Laub der lila Kartoffel hat etwas Farbe:

 

 

Man darf jetzt gespannt sein! Aber am meisten freue ich mich auf meine Barbapapas. Und selbst wenn die Schnecken jetzt zuschlagen sollten, weiß ich ja, dass in der Erde sich die Anzahl schon verdoppelt hat.