Posts mit dem Label Gartenbloggertreffen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gartenbloggertreffen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 19. August 2023

Gartenbloggertreffen Nummer 8

Letzten Samstag war es wieder soweit: Das Gartenbloggertreffen bei Volmary in Münster fand statt. Die einzige Konstante dabei: Noch mehr Teilnehmer als letztes Mal. Wobei Blogger mittlerweile auch eher Instagram meint, einen richtigen Blog haben nur noch die wenigsten. Die Party mit dem Motto Festival fand wie immer auf dem Schaugelände statt mit unzähligen Blumen, dazu kamen Workshops - die Veranstalter lassen sich wirklich jedes Mal etwas Neues einfallen, langweilig wird es nie.







 

Diesmal konnte man Saatgutpapier herstellen, also Papiermatschepampe gefärbt mit Kurkuma, Roter Bete oder Rotkohl und mit Samen vermischt. Das dann gut in Plätzchenformen pressen, eine Blumenform sieht besonders hübsch aus. Leider sind meine etwas dick geraten und ich habe die Samen sehr ungleichmäßig verteilt. Auf eine Postkarte werden sie also nicht passen, dann ist der Briefumschlag wegen Überfüllung geschlossen. Oder eben nicht...

 




Ein weiteres Highlight war das Bepflanzen eines Glases mit Sukkulenten. Meins ist schlicht gehalten, die Formen und Farben von Geldbaum und Echeverie sollen für sich sprechen.




Das wahre Highlight kam aber noch - und zwar im Tomatengewächshaus, wo ein Bachstelzennest auf einem Tomatennest zu finden war. Die Eltern flogen durch die offenen Seiten rein und raus, waren aber durch die vielen Besucher sehr gestresst. Jetzt haben sie wieder ihre Ruhe und es kommen hoffentlich alle Jungvögel durch. Vor Räubern sind sie zumindest geschützt und die Tomaten werden auch nicht gespritzt, sondern mit Raubmilben gegen Spinnmilben behandelt.


 

Auch eine Gammaeule hatte sich deswegen im Gewächshaus gemütlich eingerichtet, sie muss nur vor den Bachstelzen aufpassen.




Draußen fand sich eine aus Samen vermehrte Kartoffelsorte, an der Kartoffelkäfer zu sehen waren. Die sind ja schon ausgesprochen hübsch mit ihrem Pyjama-Look.

Das Wetter war regnerisch und so flogen nur wenige Insekten, auch Fotos habe ich wegen der vielen Schauer weniger gemacht als sonst.




 



 

Aber schön war's trotzdem wieder!

Samstag, 13. August 2022

Farn unter Druck

/* Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Volmary, die das Gartenbloggertreffen organisiert haben. */

Pflanzen müssen schon einiges aushalten. Farne sind ja an sich fein raus, da sie von Schnecken eher verschmäht werden und auch nie so voller Läuse sind, dass es auffallen würde. In meinem Garten zumindest siedeln sich ständig neue Farne an, ohne dass ich mich um sie bemühen würde. Sie kommen freiwillig und bleiben auch. Beschweren tun sie sich selten, was bei einem so dreisten Partycrasher aber auch etwas anmaßend wäre.

Nun erfahren sie aber eine Bedrohung aus einer ganz unerwarteten Ecke, nämlich der künstlerischen. Am letzten Samstag fand wieder das Gartenbloggertreffen bei Volmary in Münster statt. Und diesmal gab es einen Floral-Druck-Workshop, bei dem ich mich mal als Künstlerin betätigt habe. Selfies habe ich dafür auch keine gemacht, keine Videos mit dem Handy gedreht und auch mit mir wollte keiner ein Selfie machen. Beim Floraldruck nimmt man Blätter, Stängel oder Blüten, bestreicht eine Glasscheibe mit Farbe, presst die Planze darauf (dazu ein Schmierblatt auflegen und mit einer Rolle oder dem Handballen fest darüber streichen) und legt sie mit der gefärbten Seite auf ein weißes Blatt Papier. Unter Druck - wieder mit Schmierblatt und Handballen - entsteht dann ein schönes Bild.

Ich habe mich für ein Farnblatt entschieden und erst einen etwas blassen, dann mit demselben Blatt noch einen zweiten, kräftigeren Druck hinbekommen. Man kann das Blatt ruhig mehrmals bepinseln, Farne sind wirklich äußert hart im Nehmen, selbst wenn sie für Kunst herhalten müssen. Zum Schluss kann man mit der eingefärbten Glasplatte noch einen Negativdruck machen, das ist das dunklere Bild.

Mir gefallen die Bilder ganz gut, was meint ihr? Fotos vom Werdegang habe ich leider keine gemacht, weil ich bald ziemlich mit Farbe beschmiert war und die Kamera nicht mehr anfassen wollte, obwohl sie sowieso schon schwarz ist.



Was gab es sonst beim Gartenbloggetreffen? Wieder gutes Essen und Getränke, und natürlich ein traumhaft bepflanztes Gelände, wo viele Anregungen für den eigenen Garten zu sehen waren.

Den ganz großen Auftritt hatten Europaletten, Flecht- und Stakenzäune nebst Hochbeeten.





 
Versteht sich Grünkohl gut mit Oca?





 
Die Zinnsoldaten:














Und: Diesmal gab es Hühner! Als diese das Wort Selfie gehört hatten, waren sie auch schon hinterm Stall verschwunden...



Meine Farne haben jetzt allerdings ein bisschen Angst bekommen, dass sie auch bald unter Druck geraten könnten...

Samstag, 14. August 2021

Gartenbloggertreffen - geht das?

/* Werbung */

Während der Corona-Krise fühlt man sich doch oft wie ein Kandelaber-Kaktus in der Wüste: Immer auf Abstand und bloß keinen an sich heran lassen. Nur, dass der Kaktus keine Maske tragen muss. Und so vereinsamt man als Gartenenthusiast etwas. Kaum Gartenbesuche, kaum Treffen mit echten Menschen, alles virtuell und bloß nicht zum Anfassen. Doch dieses Jahr ist anders - endlich fand wieder das Gartenbloggertreffen bei Volmary in Münster auf dem Kadelnhof statt, natürlich unter Beachtung der 3G-Regeln (geimpft, getestet, genesen).

Das Treffen stand unter dem Motto Flowerpower, worauf schon der prächtig erhaltene VW-Bulli gar nicht so dezent hindeutete. Damals hatten Autos noch eher ein nettes Gesicht, vor allem natürlich bei der Aussicht:





 

Es durften Blumenkränze geflochten werden, auch einen Yogaworkshop gab es.


 

Ich muss gestehen, dass ich viele von den Workshops geschwänzt habe, weil das blumige Gelände einfach so verführerisch ist und man die kurzen Momente mit Sonne nutzen musste, um Fotos zu machen. Aber das ist das schöne am Bloggertreffen: Man muss nichts, man hat kein strenges Programm, sehr angenehm.

 


Besonders beliebt bei den Insekten war wieder die Wilde Möhre 'Dara' mit ihren rötlichen Blüten - jede ein Unikat.



 



 

Hierauf allerdings die winzigen Fliegenspießwespen zu fotografieren, war nicht so einfach. Als ich es endlich geschafft hatte, ein Tier scharf zu bekommen, flog eine riesige Fleischfliege heran und versuchte sich auf die Wespe zu setzen, die es verständlicherweise nicht gut fand, als Sofa herhalten zu müssen, und lieber verschwand.


Der Gemüserundgang inklusive der Tomatengewächshäuser war aber sehr interessant, den habe ich mir nicht entgehen lassen.


 

Bei den Tomaten sieht man, dass hier mit Nützlingen gearbeitet wird, überall hingen geheimnisvolle Tütchen. Das Gewächshaus ist an den Seiten offen und damit nicht nur gut durchlüftet, sondern erlaubt auch Hummeln den Zuflug, was es unnötig macht, ein eigenes Volk hinein zu stellen.

Erfreulicherweise sind die Töpfe, in denen Volmary die Pflanzen verkauft, aus recycltem und recyclingfähigem Kunststoff.

Die Tomatenchallenge  fand auch wieder statt, es wurden fast nur grüne Tomaten eingereicht. Weil es dieses Jahr nicht so warm und sonnig ist, wie Tomaten es gern hätten, kommen die Früchte nicht so richtig in die Pötte.

Es gab auch wieder palettwenweise Pflanzen, Blumenerde und andere Gartenutensilien geschenkt, man durfte sich bedienen. Ich habe nur zwei Farne für die schattige Bärlauchecke mitgenommen, weil ich mit dem Zug gefahren war und mein Fahrrad am Bahnhof stand.

Es war in jedem Fall ein schöner Tag, es blieb viel Zeit zum Quatschen, was wir alle sehr genossen haben. Endlich wieder fachsimpeln mit Gleichgesinnten. Hoffen wir, dass auch nächstes Jahr wieder ein Gartenbloggertreffen stattfinden kann!