Vancouver wird immer wieder zur lebenswertesten Stadt überhaupt gewählt. Warum eigentlich? Immerhin gibt es auch in den dortigen Grünanlagen keine Hundehaufen-Fee, wie dieses Schild hier zweifelsfrei beweist:
Aber einen sehr guten Grund für die Beliebheit der Stadt habe ich entdecken können: Neben etlichen Urban-Gardening-Projekten und einer tollen Landschaft gibt es gleich 2 botanische Gärten - in Worten: Zwei! Das können nun wirklich nicht alle Städte von sich behaupten. Bielefeld schon mal nicht.
Aber einen sehr guten Grund für die Beliebheit der Stadt habe ich entdecken können: Neben etlichen Urban-Gardening-Projekten und einer tollen Landschaft gibt es gleich 2 botanische Gärten - in Worten: Zwei! Das können nun wirklich nicht alle Städte von sich behaupten. Bielefeld schon mal nicht.
Der erste Garten, den wir im Mai besucht haben, gehört zur Universität von British Columbia und wird von einer großen Straße in zwei Teile geteilt. Hier wächst garantiert nie zusammen, was zusammengehört. Macht aber nichts: um auf die andere Seite zu kommen, muss man durch einen Tunnel laufen und schon ist man wieder im Paradies. In einem ganz anderen.
Der erste Teil ist waldartig mit Teichen und großen Exemplaren von Thuja plicata. Darunter wächst die Falsche Alraunwurzel mit Knöterich oder Sibirischem Tellerkraut (Claytonia sibirica).
Hier ist der Tunnelausgang in den anderen, offenen Gartenteil:
Der erste Teil ist waldartig mit Teichen und großen Exemplaren von Thuja plicata. Darunter wächst die Falsche Alraunwurzel mit Knöterich oder Sibirischem Tellerkraut (Claytonia sibirica).
Hier ist der Tunnelausgang in den anderen, offenen Gartenteil:
In diesem Garten bin ich das erste Mal auf den Begriff "Garry Oak Prarie" gestoßen. Diese offene, trockene Landschaftsform mit Garry Oak, Oregon-Eiche (Quercus garryana), kam vor allem auf Vancouver Island vor, wurde durch Siedlungs- und Weinbau aber stark dezimiert. Es gibt noch ein großes Schutzgebiet, das Cowichan Garry Oak Preserve, das aber für Besucher nur selten zugänglich ist. Schade, denn hier läuft ein großes Wiederansiedlungsprojekt für Hüttensänger: Bring back the Bluebirds.
Was den Briten ihre Blue Bells sind, wird hier durch Massen an Camassia quamash repräsentiert - die Prärie macht blau.
Der formale Kräutergarten, umgeben von Hecken:
Am Steingarten angekommen konnte man sich vor fliegenden Schätzen kaum retten. Eine Gruppe Goldzeisige (American Goldfinch) machte sich über Sämereien her, während die Sumpfschwalben (Tree swallows) mit der Inneneinrichtung ihres Nistkastens beschäftigt waren. Ist das nicht schön, wenn man den Schwalben einfach einen Meisenkasten aufstellen kann? Er sollte nur bitte frei stehen, im Baum muss er nicht hängen.
Am Steingarten angekommen konnte man sich vor fliegenden Schätzen kaum retten. Eine Gruppe Goldzeisige (American Goldfinch) machte sich über Sämereien her, während die Sumpfschwalben (Tree swallows) mit der Inneneinrichtung ihres Nistkastens beschäftigt waren. Ist das nicht schön, wenn man den Schwalben einfach einen Meisenkasten aufstellen kann? Er sollte nur bitte frei stehen, im Baum muss er nicht hängen.
Am Ausgang gibt es einen kleinen Laden, wo man Pflanzen, Bücher und diese schönen Kränze kaufen kann:
Auf dem Parkplatz gab es zum Abschluss noch den Goldspecht (Northern Flicker), der gar nicht scheu nach Ameisen fahndete - und mit seinem schwarzen Schlabberlätzchen sowieso ganz entzückend ist:
Der zweite botanische Garten ist der Van Dusen Botanical Garden, der schon durch einen wahrlich imposanten Eingangsbereich neugierig macht. Aktuelle Blüten sind vorne im Reagenzglas ausgestellt - nicht als Versuchskaninchen, sondern um Besucher hinein zu locken. Hat auch geklappt.
Auf dem Parkplatz gab es zum Abschluss noch den Goldspecht (Northern Flicker), der gar nicht scheu nach Ameisen fahndete - und mit seinem schwarzen Schlabberlätzchen sowieso ganz entzückend ist:
Der zweite botanische Garten ist der Van Dusen Botanical Garden, der schon durch einen wahrlich imposanten Eingangsbereich neugierig macht. Aktuelle Blüten sind vorne im Reagenzglas ausgestellt - nicht als Versuchskaninchen, sondern um Besucher hinein zu locken. Hat auch geklappt.
Der Außenbereich ist natürlich kostenlos zu besichtigen und an sich schon eine Wucht mit dem riesigen Staudenbeet:

Eine Ecke zeigt, was man für die Gartenvögel tun kann. Natürlich ist wieder der Goldzeisig abgebildet, den kennen wir schon aus dem anderen Garten.

Hier hat es dann auch mal mit dem Anna-Kolibri geklappt, er liebt Geißblatt und Fackellilien:


Hier hat es dann auch mal mit dem Anna-Kolibri geklappt, er liebt Geißblatt und Fackellilien:

Und bei diesen frechen, feengleichen Vögelchen kann man über das völlige Fehlen der Hundehaufen-Fee dann auch mal hinweg sehen...






































