Seit geraumer Zeit beobachte ich eine feindliche Übernahme im Zeitschriftenregal des Supermarktes meines Vertrauens: Der Bereich mit den Gartenzeitschriften wird zunehmend von grellbunter Teenagerliteratur a la Bravo und Co infiltriert, deren bunte Titelseiten sich quer über die der Regal-Stammbelegschaft schieben und sich ganz unverschämt in den Vordergrund drängeln. Beim Freischaufeln des Materials für meine Alters- und Zielgruppe komme ich nicht umhin, mich zu fragen, wer all diese Stars und Sternchen sind und wie zum Henker sie dieses Zahnpastalächeln hinbekommen haben? Und seit wann sind denn bitteschön diese Frisuren angesagt?? Anstatt meine Bildungslücken zu schließen, bin ich froh, endlich der Gartenpublikationen ansichtig geworden zu sein. Diese anderen Fachzeitschriften erinnern mich nur schmerzlich daran, wie alt ich schon geworden bin - und sowas kann man doch beim Einkaufen nun wirklich nicht gebrauchen, oder?
Aber nanu, da fehlt doch was? Der Konkurrenzkampf tobt und so hat die Axt im grünen Blätterwalde neuerdings eine breite Schneise hinterlassen: Das GartenEden-Magazin musste letztes Jahr plötzlich und unerwartet ins Gras beißen, und Flora-Garten ist mit der "Gartenzeitschrift" zu GartenFlora hybridisiert worden. Von einer Veredelung kann man hier nur bedingt sprechen, denn FloraGarten stach durch ihr frisches Erscheinungsbild mit perfekten Fotos heraus - und obwohl ich mich immer ein bisschen ertappt gefühlt habe bei der lästerhaften Kolumne über die ökologisch angehauchte Nachbarin Elke, habe ich mir zwecks Zeitvertreib für längere Bahnfahrten öfter mal eine Ausgabe gegönnt. GartenEden dagegen hatte stets die ausführlichsten Pflanzenportraits bei gleichzeitig oftmals beeindruckend schlechtem Druckbild und viel weißer Fläche. Dabei gelobten sie sogar Besserung und die Ausgaben des letzten Jahres waren in der Tat um einiges ansprechender gestaltet.
Aber nanu, da fehlt doch was? Der Konkurrenzkampf tobt und so hat die Axt im grünen Blätterwalde neuerdings eine breite Schneise hinterlassen: Das GartenEden-Magazin musste letztes Jahr plötzlich und unerwartet ins Gras beißen, und Flora-Garten ist mit der "Gartenzeitschrift" zu GartenFlora hybridisiert worden. Von einer Veredelung kann man hier nur bedingt sprechen, denn FloraGarten stach durch ihr frisches Erscheinungsbild mit perfekten Fotos heraus - und obwohl ich mich immer ein bisschen ertappt gefühlt habe bei der lästerhaften Kolumne über die ökologisch angehauchte Nachbarin Elke, habe ich mir zwecks Zeitvertreib für längere Bahnfahrten öfter mal eine Ausgabe gegönnt. GartenEden dagegen hatte stets die ausführlichsten Pflanzenportraits bei gleichzeitig oftmals beeindruckend schlechtem Druckbild und viel weißer Fläche. Dabei gelobten sie sogar Besserung und die Ausgaben des letzten Jahres waren in der Tat um einiges ansprechender gestaltet.
Nun sind sie beide dahin, Friede ihrer Asche. Das ganze Drama könnte eine Folge der mittlerweile inflationär auftretenden Landzeitschriften sein, für die das Pioniergewächs "Landlust" den Boden bereitet hat. Die hat diese Gattung schließlich erfunden und ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Das ruft natürlich Nachahmer auf den Plan, und so dürfte es sich wohl bereits um eine zweistellige Anzahl an konkurrierenden Publikationen handeln. Da kann man schon mit Fug und Recht von der reinsten Landplage sprechen.
Weil aber die Landlust immer noch die fundiertesten Garten- und Naturartikel hat und diese mit durchweg schönen Fotos unterlegt, verweigere ich die Konkurrenz und kaufe mir lieber hin und wieder das Original, wenn eine meiner Lieblingspflanzen portraitiert wird. Außerdem war es die Landlust, die stets freigiebig auf diversen Gartenveranstaltungen verschenkt wurde
Für diejenigen, die die Ausgabe mit der Anleitung zum Samentütchenbasteln verpasst haben, zeige ich hier noch einmal, wie es geht. Denn der nächste Frühling kommt bestimmt und bis dahin kann geübt werden. Zum Glück braucht man für die Herstellung aber kein Origami-Diplom.
Alles was man dazu braucht, ist ein Stück Geschenkpapier, gerne auch schon einmal benutzt. Auf der Rückseite sollte es weiß sein. Stattdessen taugen auch Kalenderblätter vom letzten Jahr, Hauptsache, es sind Blumen drauf. Oder Gemüse. Irgendetwas Botanisches eben. Außerdem muss man eine Schere und Klebstoff oder Tesafilm bereithalten.
Es fängt an mit einem etwa postkartengroßen Stück Papier:
Jetzt das Ganze umdrehen und ein Drittel nach oben falten:
Noch einmal drehen, so dass der weiße Bereich zu dir zeigt, und diesen ebenfalls nach oben schlagen, aber um mindestens zwei Zentimeter überlappend:
Diesen überlappenden Teil wieder zurückfalten, um ein etwa einen Zentimeter breites, weißes Beschriftungsfeld zu erhalten:
Alles umdrehen, so dass das weiße Feld nun auf der Tischplatte liegt. Dann die Ecken auf die Längsseiten zurückfalten, eine nach oben und eine nach unten:
Nun kommt die Schere ins Spiel: Die umgefalteten Ecken werden damit halbkreisförmig zurechtgestutzt:
Die Beschriftung fehlt noch:
Zum Abschluss kann man eine der offenen Ecken schon hinten festkleben. Durch die andere füllt man die Samen ein und klebt die Öffnung dann auch zu. Achtung: Sehr feine Samen neigen dazu, sich durch die diversen offenen Falten zu verdünnisieren, so dass es ratsam ist, sie vorher in ein Täschchen aus Küchenkrepp oder dergleichen zu verpacken.
Die Tütchen sind ein hübsches Geschenk und allemal schöner als ein schnöder Briefumschlag. Selbstredend, dass hier nur selbstgesammelte Samen reingehören.
Und so hat sich das Wühlen unter den Teenagermagazinen doch wieder mal gelohnt!
Weil aber die Landlust immer noch die fundiertesten Garten- und Naturartikel hat und diese mit durchweg schönen Fotos unterlegt, verweigere ich die Konkurrenz und kaufe mir lieber hin und wieder das Original, wenn eine meiner Lieblingspflanzen portraitiert wird. Außerdem war es die Landlust, die stets freigiebig auf diversen Gartenveranstaltungen verschenkt wurde
Für diejenigen, die die Ausgabe mit der Anleitung zum Samentütchenbasteln verpasst haben, zeige ich hier noch einmal, wie es geht. Denn der nächste Frühling kommt bestimmt und bis dahin kann geübt werden. Zum Glück braucht man für die Herstellung aber kein Origami-Diplom.
Alles was man dazu braucht, ist ein Stück Geschenkpapier, gerne auch schon einmal benutzt. Auf der Rückseite sollte es weiß sein. Stattdessen taugen auch Kalenderblätter vom letzten Jahr, Hauptsache, es sind Blumen drauf. Oder Gemüse. Irgendetwas Botanisches eben. Außerdem muss man eine Schere und Klebstoff oder Tesafilm bereithalten.
Es fängt an mit einem etwa postkartengroßen Stück Papier:
Jetzt das Ganze umdrehen und ein Drittel nach oben falten:
Noch einmal drehen, so dass der weiße Bereich zu dir zeigt, und diesen ebenfalls nach oben schlagen, aber um mindestens zwei Zentimeter überlappend:
Diesen überlappenden Teil wieder zurückfalten, um ein etwa einen Zentimeter breites, weißes Beschriftungsfeld zu erhalten:
Alles umdrehen, so dass das weiße Feld nun auf der Tischplatte liegt. Dann die Ecken auf die Längsseiten zurückfalten, eine nach oben und eine nach unten:
Nun kommt die Schere ins Spiel: Die umgefalteten Ecken werden damit halbkreisförmig zurechtgestutzt:
Die Beschriftung fehlt noch:
Zum Abschluss kann man eine der offenen Ecken schon hinten festkleben. Durch die andere füllt man die Samen ein und klebt die Öffnung dann auch zu. Achtung: Sehr feine Samen neigen dazu, sich durch die diversen offenen Falten zu verdünnisieren, so dass es ratsam ist, sie vorher in ein Täschchen aus Küchenkrepp oder dergleichen zu verpacken.
Die Tütchen sind ein hübsches Geschenk und allemal schöner als ein schnöder Briefumschlag. Selbstredend, dass hier nur selbstgesammelte Samen reingehören.
Und so hat sich das Wühlen unter den Teenagermagazinen doch wieder mal gelohnt!







