Heute mal wieder eine neue Folge von "Günstig Gärtnern" mit Elke, die in fremden Gärten immer den Satz äußern muss: "Falls du von [hier Pflanzennamen einsetzen] mal zuviel haben solltest...". Neulich war es der Knoten-Beinwell (Symphytum tuberosum), der Gegenstand dieser Frage war, und tatsächlich ist bald welcher über! Aber das ist Zukunftsmusik, ausgraben geht da besser nach der Blüte.
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| Symphytum tuberosum |
Wo ich aber schon Glück hatte im letzten Jahr war war die Große Sternmiere (Rabelera holostea, Synonym: Stellaria holostea). Die konnte ich als Ableger ergattern, weil sie auch schnell große Flächen belagern kann mit ihren hübschen, grasartigen Blättern. Das Praktische bei ihr: Man zieht aus Versehen dran, hat ein Büschel in der Hand, pflanzt es irgendwo ein und es wächst wieder an, ohne auch nur einen Anschein von Welke zu zeigen. Und im nächsten Jahr wird spätestens schon geblüht.
Die weißen Blüten sind ein Traum und die Pflanze wächst teppichartig und ergießt sich auch über den Rand von Trockenmauern, wenn der Boden nicht zu trocken und nicht zu sonnig ist. Sie wächst am liebsten in lichten Wäldern, was auf meinen Garten fast schon zutrifft.
Der Erste, der die Blüten eingeweiht hat, war ein Großer Wollschweber. Die Blätter sind Raupenfutterpflanze einiger Nachtfalter. Ich werde die Sternmiere auf jeden Fall auch noch unter den Gehölzen im Null-Euro-Beet etablieren!
Hier in einem anderen Garten kombiniert mit Tulpen und Vergissmeinnicht:
Dann muss ich euch auch noch zeigen, was aus meinem Kohl-Experiment geworden ist. Ich hatte ja im Winter weggeworfene Strünke von lila Flower-Sprouts auf einem Komposthaufen gefunden und mich gefragt, ob die wohl wieder anwurzeln würden. Das scheint noch niemand ausprobiert zu haben, und ich kann nun sagen: Das geht!
Die Pflanzen sind ordentlich in die Höhe geschossen und blühen nun. Die Blütenfarbe ist herrlich zartgelb statt knallig gelb, was super zu den zart lila angehauchten Blättern und Stielen passt.
Die Erzfarbene Düstersandbiene (Andrena nigroaenea) musste erst üben, wie man die Blüte bedient, aber dann war sie Stammgast.
Die Pflanzen werden jetzt sicher kein ewiger Kohl und nach der Samenreife absterben, aber den Versuch war es allein schon wegen der schönen Blüten wert. Und ich habe bewiesen: Kohl kann man auf jeden Fall aus Stecklingen vermehren!













Liebe Elke,
AntwortenLöschengibt es auch eine kleine Sternmiere ? Bei mir im Garten ist so eine Pflanze aufgetaucht, aber mit ganz winzigen Blüten und Blättchen. Fast wie Schleierkraut, sieht sehr hübsch aus.
Vom blauen Beinwell hätte ich jede Menge Ableger, ebenso von " Hidcote blue ", er wuchert hier gewaltig. ( erwünscht ) Die Hummeln lieben ihn. Was ist an Symphytum tuberosum so besonders ?
Hoffentlich regnet es hier mal, sogar der Beinwell kommt jetzt an seine Grenzen.
Viele Grüße
Inge
Hallo Inge,
AntwortenLöschenes gibt eine ganze Reihe von Mieren und Hornkräutern. Die Große Sternmiere ist die schönste.
Der Knollen-Beinwell ist toll, weil er heimisch ist und die Frühlings-Pelzbienen drangehen.
Viele Grüße
Elke
Liebe Elke, ich lerne hier immer wieder für mich neue Pflanzen kennen. Das ist wunderbar.
AntwortenLöschenDanke! Ute
Guten Morgen Elke,
AntwortenLöschendie Sternmiere hat mich auch schon mehrfach angelacht, sie wächst auch bei uns auf dem Gartenschaugelände. einen Platz hätte ich auch schon im Sinn.
Toll, dass das mit dem Kohl geklappt hat. Die blassgelben Blüten und die farbigen Stiele gefallen mir auch gut zusammen.
Viele Grüße Susanna
Oh, Große Sternmiere, wie hübsch! Über die freu ich mich immer, wenn ich sie irgendwo am Waldrand sehe. Und die Kohlblüten sehen geradezu elegant aus in iherer Farbkombi!
AntwortenLöschenLG
Centi
Rabelera holostea würde mir auch gefallen. Nur frage ich mich, zieht sie sich nach der Blüte mit dem Laub in die Erde zurück, oder bleibt sie, denn gerade das Bild mit den Tulpen hat mir sehr gefallen, aber wenn dann alles weg ist für den Rest des Jahres, wäre auch nicht ideal. Wünsche Dir eine schöne 1. Maiwoche. LG Wurzerl
AntwortenLöschenDie Große Steinmiere findet man hier bei uns natürlich auch in der Natur. Ich habe sie hier erst kennengelernt und finde sie sehr hübsch. Das mit dem Kohl ist ja spannend. Ich habe schon oft festgestellt, Abfälle auf dem Kompost werden plötzlich wieder lebendig.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Edith
Ich mag diese Stellaria sehr, besonders in Kombination mit Tulpen und Seerosen.
AntwortenLöschenDie große Sternmiere kann ich erst seit einigen Jahren benennnen und sie gefällt mir seit jeher so gut am Wiesen- und Waldrand.
AntwortenLöschenDer Knotenbeinwell ist ja hübsch ... auch das zarte Gelb gefällt mir gut.
Einen lieben Gruß und einen guten Start in die neue Woche wünscht dir Marita
Was für hübsche Gewächse Du da wieder präsentierst... und das Ganze auch noch mit "tierischer Dekoration"! Einfach großartig! Die große Sternmiere hab ich zumindest bewusst noch nie gesehen. Aber auch den Knoten-Beinwell kenne ich nicht. Ich kenne nur den roten Beinwell. Mein Schwiegervater hat daraus immer Jauchen und Brühen hergestellt.
AntwortenLöschenViele Grüße von
Margit
die gelbe tulpen und die stellaria holostea sehen so schön zusammen ! stellaria auch hier (hatte vor einige jahre einige aus der natur hier im halbschatten geplanzt wo es nicht zu warm im sommer ist) sie hat sich nicht viel ausgebreiten aber jedes jahr da mit den suessen weissen blüten * und dein krautexperiment also gelungen ! hier im herbst meine einzige kohlpflanze von einem topf in dem gartenboden umgepflanzt und er ist prächtig gewachsen (fast 2 m hoch) und hatte viele blüte (guter geschmack) die jetzt lange dünne schoten sind * werde sie dran lassen bis sie reif sind...* danke nochmals für dein buch, immer gerne lese ich darin um mehr von einer pflanze zu wissen
AntwortenLöschenliebe grüsse
mo
Hallo Elke, schon interessant, was alles geht. Und die Blüten vom Kohl sind ja wirklich hübsch anzusehen. Mit der Sternmiere hast Du mich jetzt richtig auf eine Idee gebracht. Ich suchte gerade noch einen Bodendecker für eine bestimmte Ecke in meinem Garten.
AntwortenLöschenViele Grüße von Marianne