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Samstag, 3. März 2018

Fotowettbewerb Günstig Gärtnern 2018 - die Gewinner

Applaus, Fanfare, Tusch und Vorhang auf: Hier sind endlich die Gewinner vom diesjährigen Fotowettbewerb Günstig Gärtnern:

Der erste Platz, und damit das Buch "Mein Bienengarten" geht an Wolfgang und Loretta, weil sie einfach übersprühen vor Tatendrang und Kreativität. Außerdem sind ihre Kreationen schön fotografiert, wie hier Nest und Kranz aus Birkenreisig, Schilder, Stele und Schnecke. Mehr findet ihr auf ihrem Blog "Mein Fachwerkhaus im Grünen":



Den zweiten Platz belegt Jen mit einer Palettenliege und Windlichtern aus Konservendosen, alles stilecht ganz in Weiß:



Michel hat ziemlich kreative Insektenhotels gebaut - und besitzt eine wilde Wiese dazu. Umhüllt sind sie mit alter Teichfolie. Er bekommt den dritten Preis:



 Der vierte Platz geht an Marion von "Licht trifft Schatten" für ihr altes Weinfass bepflanzt und dekoriert mit Schneckenhäusern und einem hübschen Steinhaus:






Platz 2-4 bekommen jeweils ein Paar Spontex-Winterworker-Handschuhe.

Weitere Einreichungen:

Das hier ist Brittas Lieblingsplatz, den sie ganz alleine gebaut hat. Selbst die Steine hat sie selbst verlegt. Da bin ich mal genauso platt wie das Pflaster:



Carina hat mit Paletten ein Pflanzregal gezaubert:




Frauke zeigt diese genialen Staudenstützen, die man leicht nachbauen kann. Da sie sie aber gekauft hat, wollte Frauke außer Konkurrenz teilnehmen:


Arlene hat eine uralte Schubkarre bepflanzt und sie zum Gemüsegarten auf Rädern umfunktioniert:



Hanna war in Uruguay und hat einen ganz abgefahrenen Riesenblumentopf gefunden. Zugegebenermaßen hierzulande nicht so leicht nachzumachen:




Lydias recycelter Metallrahmen, der nun Blumenkästen und Konservendosen mit Basilikum trägt - sieht die Blattfarbe nicht fabelhaft aus zu den rostigen Dosen?


Reginas Mann war so nett und hat einen gefällten Baum zum Blumenkasten umfunktioniert - davon haben die Wildbienen zweimal was, einmal die Blumen und dann das Totholz, in dem sie nisten können:


Sennas Holzfensterrahmen wurde bei den Nachbarn gerettet und rahmt nun Blumen ein:


Susanne hat Paprika in Eierschalen ausgesät und schreibt dazu: "Sie sehen hübsch aus auf der Fensterbank und bilden in der Osterzeit noch dazu eine wunderschöne Deko. Außerdem bekommen die Paprikapfänzchen  beim Einpflanzen noch einen kleinen Schub Dünger mit: ich zerbrösel die Schalen beim Pikieren und Umsetzen in größere Töpfe ganz leicht, nehm vor allem nach unten alles weg so dass die Wurzeln Luft haben…   Mehr an günstig geht eigentlich nicht?   ; ) ". Dazu hat sie noch ein Bild mit Kapuzinerkresse in einem alten Zinktopf geschickt:




Ich hoffe, euch gefällt die kleine Auswahl an Einsendungen.

Samstag, 21. Mai 2016

Aller guten Bücher sind drei

Jeder weiß: Gartenbücher sind wie Drogen - man braucht ständig Nachschub und wenn man ein neues in den Händen hält, ist man erst einmal wie berauscht und nicht mehr ansprechbar. Und ich hatte gleich drei Bücher in kurzer Zeit im Briefkasten, das war wie ein Kurzurlaub.

Die folgenden drei Neuvorstellungen können kaum unterschiedlicher sein, ergänzen sich aber ganz hervorragend, wie ich finde.


Das erste Buch, das ich vorstellen möchte, handelt von einem riesigen Garten mit Aussicht, bei dem unsereiner mit nur einem Handtuchgarten grün vor Neid wird: Der Traum vom englischen Garten auf dem Lande von Oliver Kipp und Karsten Brakemeier (Verlag DVA). Die Fotos hat Sibylle Pietrek gemacht, die ihr sicher alle von ihrem Blog gartenblick kennt.


Der Garten ist nicht weit von hier, das Klima also recht ähnlich zu unserem. Die beiden Besitzer sind leidenschaftliche Pflanzensammler, haben eine große Magnoliensammlung und viele Exoten, die laut Etikett nicht winterhart sein sollten, aber es in einem bestimmten Kleinklima doch sind, etwa nah an der Hauswand des großen Bauernhauses.


Das Grundstück ist in Heckengärten unterteilt und hat auch noch einen Wald- und einen Wiesengarten. Sogar ein paar meiner Lieblingspflanzen sind dort versammelt, wie Wiesen-Storchschnabel und Purpur-Leinkraut. Der Rauling bekleidet eine wichtige Position im Waldgarten als Bodenpersonal und auch das Scharbockskraut habe ich auf einem Bild entdeckt - es darf also auch mal lässiger zugehen.

Das Ganze sieht sehr natürlich aus, es gibt rasenmähende Nonnengänse und weiße Pfauen. Es ist aber kein Biogarten. Schneckenkorn wird in rauen Mengen verwendet, die Wiese wurde anfangs mit einem Herbizid behandelt, damit heimischen Wildpflanzen überhaupt einen Fuß an die Erde kriegen vor lauter dominanten Gräsern. 

Der Garten ist bunt und will auch gar nichts wissen vom Pastellfarbentrend. Samenstände der Narzissen werden nicht abgezupft, weil nach Meinung der Autoren wohl etwas schiefgelaufen wäre in der Evolution, wenn der Samenansatz eine Pflanze derart schwächen würde, schließlich ist er die natürlichste Sache der Welt. Diese Einstellung werde ich ab sofort beherzigen. Auch Rhododendron-Knospen werden nicht ausgebrochen, was schon zu schönen Sämlingen geführt hat.

Die Fotos von Sibylle portraitieren das Areal sehr gut, zeigen Details, wo es drauf ankommt, und stellen einzelne Blüten mit großer Blende frei. Ein schönes Buch über einen traumhaften Garten, bei dem sicher jeder noch ganz unbekannte Pflanzen kennenlernt.

Wer jetzt auch so tolle Fotos machen möchte wie Sibylle, dem sei Das Gartenfotobuch ans Herz gelegt von Karen Meyer-Rebentisch, erschienen um dpunkt-Verlag.


Von der Ausrüstung über den Bildaufbau bis zum richtigen Licht im Wechsel der Jahreszeiten ist alles dabei. Viele Beispiel-Bilder veranschaulichen die Prinzipien, immer mit genauen Belichtungs- und Brennweitendetails. Obwohl das Buch viele Tipps für Anfänger bereit hält, die die Wirkung von Brennweite und Blende noch nicht kennen, finden auch Fortgeschrittene guten Rat, unter anderem zur rechtlichen Situation beim Fotografieren in fremden Gärten.


Besonders interessant sind die Exkurse anderer Gartenfotografen, wo es um Blütenportraits, Tierfotos und Bilder bei Dunkelheit geht. Letzteres Kapitel hat übrigens Renate Waas geschrieben und bebildert, die aus ihrem schönen Münchner Genießergarten bloggt. Ihre Nachtansichten können sich sehen lassen. Auch die Tipps von Frau Meyer-Rebentisch für eine gelungene Gartenreportage fand ich sehr hilfreich.

Ein Buch also, das jedem weiterhilft, der seinen Garten und seine Lebewesen schön in Szene setzen möchte.

Wer jetzt denkt: "Ich habe doch gar keinen Garten!", hat bestimmt Freude am neuen Buch von Bloggerin Silvia Appel, die als Gartenfräulein von ihrem Balkongarten erzählt.

Dort beackert sie ein ganz neues Thema, nämlich das Gärtnern in der Wohnung: Indoor Gardening heißt das Buch und ist im EMF-Verlag erschienen. Hängende Gärten am Fenster, welche Pflanzen sich eignen und was man aus ihnen leckeres kochen kann, davon erzählt Silvia. Es geht hauptsächlich um Essbares, aber auch Zierpflanzenliebhaber werden Anregungen bekommen. Manche Pflanzen stehen beim Gartenfräulein sogar Kopf!


Von der Chili bis zum Weizengras - Silvia hat alles ausprobiert und stellt die Pflanzen in ganzseitigen Portraits mit Schwierigkeitsgrad vor.

Besonders gern mochte ich den Kompostgarten, bei dem Gemüsereste zu neuem Leben erweckt werden, wie Rote Bete oder Karotten. Wie schon in Silvias erstem Buch "Mein kreativer Stadtbalkon" gibt es reichlich Anleitungen zum Selbermachen. Wer das nicht möchte, findet Einkaufstipps für schicke und praktische Pflanzgefäße.


Die drei Bücher eignen sich also sowohl zum Träumen als auch zum selbst kreativ werden, sei es hinter der Kamera, im eigenen Garten oder im Wohnzimmer - ganz wie ihr wollt.

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Die schöne GardenGirl-Schaufel aus meiner Verlosung hat gewonnen: Marionette Hermann. Schick mir schnell deine Adresse, dann geht die Post ab!