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Samstag, 9. März 2019

Es geht rund!

Das mit dem Bloggen habe ich manchmal wirklich richtig gut drauf... Da bewerfe ich die Zwiebelblumen erst mit Kompost, bis mir dann einfällt, dass ich von ihnen noch gar kein Foto habe. Und schon gibt es nur noch Schmuddelbilder mit eigentlich blütenweißen Schneeglöckchen, Lenzrosen oder Märzenbechern voller Dreck. Die hatten sich das auch anders vorgestellt.



Was ich auch gut kann: Vergessen, Zwischenschritte beim Basteln oder Pflanzen zu dokumentieren. Ich bin dann so eifrig bei der Sache und will das Machwerk fertig haben, sodass es kein Foto gibt. Oder ich habe die Hände schmutzig und möchte sie mir nicht alle zehn Minuten waschen, um die Kamera anfassen zu können. Trotzdem keine Glanzleistung, wenn man bloggen möchte.

Letztens wollte ich dann ein kleines Flechtzäunchen um die Gisela, meine Süßkirsche, herum bauen. Seit dem Tode der Buchsbaumhecke sah das Ganze immer aus, als hätte jemand (namentlich ich) das Rasenmähen vergessen, dabei sollte das unförmige Etwas eine Baumscheibe mit Blumen sein.

Also hab ich rund um die Kirsche Äste in die Erde gesteckt, so ungefähr kreis- bis eierförmig. Von diesem Zustand gibt es jetzt also kein Foto, ich hoffe, man kann sich vorstellen, wie ein Kreis aus Stöcken aussieht.

Dabei gilt: Nicht zu sparsam mit den senkrechten Haltpunkten, sonst kriegt man mit den einzuflechtenden Ästen die Kurve nicht.

Dann habe ich mit ein bisschen Schnittgut angefangen, den Zaun hochzuziehen. Zweige von Rose und Hasel, die möglichst unverzweigt sein sollten, waren aber bald alle und der Zaun noch nicht hoch genug.

Mir ist zum Glück eingefallen, dass am Feldrand neulich jemand Weidenäste geschnitten und das Schnittgut einfach auf die Hecke zurückgeworfen hatte. Sowas ist ja auch nicht die feine Art, aber wenigstens konnte ich den Sträuchern ein bisschen Last abnehmen. Also schnell mit dem Fahrrad hingefahren und den Gepäckträger vollgepackt. Auf dem Rückweg musste ich aufpassen, dass ich niemanden mit der Überbreite meiner Ladung anremple.

Mit so vielen gleichartigen und beinahe gleich langen Ästen hat das Flechten sofort viel mehr Spaß gemacht - immer unter den kritischen Augen des Rotkehlchens.


Am besten geht man dabei so vor: Das dicke Ende vom Ast kommt hinter einen senkrechten Haltezweig, dann flicht man immer abwechselnd vor und hinter den nächsten Streben hindurch. Der nächste Ast beginnt dann hinter dem nächsten senkrechten Zweig - ob mit oder gegen den Uhrzeigersinn kann man sich aussuchen, ich habe dagegen gewählt. So bekommt jeder Haltestab die gleiche Last verpasst und alles hält gut.





Immer alles gut nach unten drücken, damit der Zaun dicht wird. Als letztes kann man noch die senkrechten Äste auf dieselbe Länge schneiden und lose Enden abzwacken.

Mein Zäunchen ist nicht perfekt, aber es hält die Pflanzen ein bisschen in Zaum und rundet die Sache schön ab. Und das Material war völlig kostenlos. Der Goldlack ist jetzt eingefangen.

Und davon gibt es jetzt auch Fotos...