Was wir ja nicht sind, außer in Notwehr, denn die Lektüre ist ungefähr so spannend, wie Farbe beim Trocknen zuzusehen.
Besagte Fragestellung dieser allseits bekannten literarischen Glanzleistungen rankt sich meist um abgetakelte Prominente oder solche, die es nie wirklich geworden sind, aber zur Not auch Seiten füllen, wenn sie einen skandalösen Lebenswandel führen. Stars und Sternchen, die von schlimmen Schicksalsschlägen heimgesucht wurden, gehen zur Not auch.
Wer also diesen wichtigen Informationen einige Lebensqualität abgewinnen kann, findet sie in Zeitschriften, die eines oder gleich mehrere der folgenden Worte im Titel führen: "Frau", "Aktuell", "Revue", "Neu", "Woche", "Golden".
Woher ich das weiß? Ein Friseurbesuch oder vergnügliche zehn Minuten in einer Kassenschlange zur Mittagszeit in Gesellschaft älterer Damen bilden ungemein. Das ist aber immer noch besser als das Zahnarztwartezimmer.
Und auch ich möchte mich heute der Frage "Was macht eigentlich...?" widmen.
Keine Sorge, es wird botanisch, denn es soll um alte Bekannte der letzten Monate gehen, deren Lebenslauf einer kleinen Auffrischung bedarf:
Auf Platz 1: Der Korallenstrauch
Das niedliche Nachtschattengewächs spielt auch in seiner zweiten Saison den Alleinunterhalter und zeigt den Tomaten, was eine Frucht ist. Ähnlichkeiten mit diesen sind rein zufällig und bergen einiges Gefahrenpotential - Besuchern sollte man den kleinen Strauch daher vorsorglich vorstellen, bevor von der verbotenen Frucht genascht wird.
Überwintert im kühlen Schlafzimmer ist er immer noch im alten Topf zufrieden.
Mal sehen, ob er auch einen dritten Sommer schafft. Ich bin da ganz zuversichtlich.
Auf Platz 2: Die ehemals schlappen Kartoffeln
Die alten Schrumpfköpfe, die ich im März wunderbar vorgetrieben unter die Erde gebracht habe, waren zwischenzeitliche Sorgenkinder, wurden sie doch von allerlei Nacktschnecken gebeutelt.
Dank Hornspänen und Brennnesselmulch konnte ich aber doch letzten Freitag die sagenhafte Ernte von 400 Gramm feinsten Frühkartoffeln einfahren!
Die Ausmaße variierten zwischen Murmelgröße und ausgewachsener, supermarkttauglicher Riesenknolle:
Das Endergebnis - eine mediterrane Gemüsepfanne mit Paprika und Zucchini für zwei Personen:
Auf Platz 3: Der Sperrmüllfund des Jahres
Der antike Topf Marke "Constantia" darf ab sofort meinen riesenhaften Ficus lyrata beheimaten:
Nachdem die olle Geigenfeige schon die Zimmerdecke erreicht hatte und in Ermangelung eines weiteren lohnenden Lebensziels in sich zusammengesackt war, musste ich ihr die Spitze kappen.
Als Entschädigung für diesen gravierenden Einschnitt in ihre Pflanzenwürde wurde sie umgetopft, in den schönen alten Metallübertopf verfrachtet und die abgeschnittene Spitze daneben in die Erde gesteckt.
Ob sich diese weiterentwickeln kann? Man wird sehen.
Die neue Spitze aber treibt schon aus und scheint sich endlich zu verzweigen:
So, das war die Pflanzenrevue für diese Woche.
Schalten Sie auch nächstes Mal wieder ein, wenn es heißt: "Was macht eigentlich... ?"









