Heute ist mir etwas ketzerisch zumute. Das mag daran liegen, dass ich auf der IGA Berlin war, es fast die ganze Zeit geregnet hat und ich deswegen etwas nörgelig war. Aus der Traum von traumhaften Gegenlichtaufnahmen und bunten Schmetterlingen auf Blüten (hier wenigstens eine Feldwespe auf Kerzen-Knöterich).

Meine Kamera musste ihren Dienst trotzdem verrichten, obwohl sie dabei ein bisschen nass wurde. Bevor ich aber zu den Schaugärten komme, erst mal der ketzerische Teil: Die den Weg säumenden Staudenbeete habe ich wegen der schlechten Lichtverhältnisse und der mehr feuchten als fröhlichen Atmosphäre nicht ausgiebig fotografiert. Dafür sind wir noch eine Extrarunde mit der Seilbahn gefahren, den schaurigen Windgeräuschen dabei zum Trotz. Aber dort war es trocken und die Aussicht toll.

Meine Kamera musste ihren Dienst trotzdem verrichten, obwohl sie dabei ein bisschen nass wurde. Bevor ich aber zu den Schaugärten komme, erst mal der ketzerische Teil: Die den Weg säumenden Staudenbeete habe ich wegen der schlechten Lichtverhältnisse und der mehr feuchten als fröhlichen Atmosphäre nicht ausgiebig fotografiert. Dafür sind wir noch eine Extrarunde mit der Seilbahn gefahren, den schaurigen Windgeräuschen dabei zum Trotz. Aber dort war es trocken und die Aussicht toll.
Der Blick von oben schweifte auch über die Staudenbänder entlang der Wege. Und was soll ich sagen? Der Ansatz, die Pflanzen in sogenannten Drifts zu pflanzen, also alle der gleichen Art dicht an dicht gesetzt, die Reihen fest geschlossen, sieht von oben ziemlich unnatürlich aus - wie eine Malerpalette, also vor dem Malen. Auf Augenhöhe nimmt man das nicht so wahr, aber aus der Vogelperspektive denkt man sofort, dass Vögel solche militärischen Staudenaufmärsche in der Natur wohl sehr selten sehen. Wenn nicht gerade Bänder mit völlig anderem Boden ein Gelände durchziehen, werden sich Pflanzen eher gleichverteilen. Das Reh, um das die Gartenschau herumgebaut wurde und das nun dort wohnt, wird aber sehr dankbar sein, wenn es seine Lieblingsstauden einfach abgrasen kann, ohne nach links und rechts zu schauen.
Der Hang hier gefiel mir da schon besser, der sieht aus wie vom Winde gesät:
Der Hang hier gefiel mir da schon besser, der sieht aus wie vom Winde gesät:
Aber ich bin schließlich auch kein Gartengestalter, nur ein Gartenfreund, der zufällig in einer Seilbahn saß, was in Fachkreisen durchaus unüblich ist.
Die Schaugärten waren aber ganz unketzerisch wirklich beeindruckend. Endlich habe ich die berühmten Anlagen gesehen, die ich bisher nur aus Zeitschriften kannte. Sie sahen genauso aus wie dort abgebildet, nur mit weniger Sonne.
Hier ein ungezähmt wirkender Sukkulenten-Dachgarten mit (hoffentlich) winterharten Stachelträgern (wer den Garten bei Sonne sehen möchte, der schaue bei Sibylle Pietrek). In den geräumigen Kübeln unterm Sonnendach befinden sich Yucca rostrata, Echinocactus coccineus, winterharte Opuntien (O. engelmannii, O. polyacantha, O. pottsii), Yucca rigida, Y. faxioniana (unten links mit den aufstrebenden Blättern) und Y. thompsoniana (das ist das strubbelige, mehrtriebige Fellmonster mit der wilden Frisur - im folgenden Bild links mit Walzen-Wolfsmilch und Cylindropuntia imbricata). Auch Zypressen-Wolfsmilch, Fette Henne, Wermut, Federgras und Allium sphaerocephalon machen mit.
Für dieses Bild habe ich lange im Regen ausgeharrt, bis ich den Dachgarten menschenleer hatte (die Mittagszeit und der wieder stärker werdende Regen haben geholfen):
Reihenhausgarten mit großen Kübeln und Kornelkirschenspalier - die Möbel werden einfach aufgehängt, wenn man sie nicht braucht:
Mobiler Palettengarten mit Stauden auf Rädern - wenn die Pflanzen mal schnell woanders hingerollt werden müssen:
Aquaponic-Garten, perfekt für den Sichtschutz im Reihenhausgarten. Die Pflanzen in der Wand werden mit dem Wasser gedüngt, in dem Fische leben - sieht das nicht herrlich herbstlich aus?
Ebenen-Garten in Rot und Grau:
Präriegarten mit Feuerstelle, die aber den Pflanzen zuliebe besser unangezündet bleibt - im Frühjahr war sie bestimmt besser zu sehen, bevor Frau Verbena bonariensis sich so in den Vordergrund schieben musste:
Strandgarten, aber mit Kies statt Sand - und eher stranduntypischen Hortensien, damit die Gießkanne und der Gartenbesitzer vor lauter Relaxen nicht arbeitslos werden:
Der goldene Garten von Tom Stuart-Smith, mit Feuerschale, Rudbeckia fulgida, Galium verum, Gold-Baldrian und Rudbeckia maxima:
Bienengarten mit Wabenstruktur nicht nur im Bienenstock - hat mich ein bisschen an die 70er Jahre erinnert (Dalli-Klick!):
Hier ein ungezähmt wirkender Sukkulenten-Dachgarten mit (hoffentlich) winterharten Stachelträgern (wer den Garten bei Sonne sehen möchte, der schaue bei Sibylle Pietrek). In den geräumigen Kübeln unterm Sonnendach befinden sich Yucca rostrata, Echinocactus coccineus, winterharte Opuntien (O. engelmannii, O. polyacantha, O. pottsii), Yucca rigida, Y. faxioniana (unten links mit den aufstrebenden Blättern) und Y. thompsoniana (das ist das strubbelige, mehrtriebige Fellmonster mit der wilden Frisur - im folgenden Bild links mit Walzen-Wolfsmilch und Cylindropuntia imbricata). Auch Zypressen-Wolfsmilch, Fette Henne, Wermut, Federgras und Allium sphaerocephalon machen mit.
Für dieses Bild habe ich lange im Regen ausgeharrt, bis ich den Dachgarten menschenleer hatte (die Mittagszeit und der wieder stärker werdende Regen haben geholfen):
Reihenhausgarten mit großen Kübeln und Kornelkirschenspalier - die Möbel werden einfach aufgehängt, wenn man sie nicht braucht:
Mobiler Palettengarten mit Stauden auf Rädern - wenn die Pflanzen mal schnell woanders hingerollt werden müssen:
Aquaponic-Garten, perfekt für den Sichtschutz im Reihenhausgarten. Die Pflanzen in der Wand werden mit dem Wasser gedüngt, in dem Fische leben - sieht das nicht herrlich herbstlich aus?
Ebenen-Garten in Rot und Grau:
Präriegarten mit Feuerstelle, die aber den Pflanzen zuliebe besser unangezündet bleibt - im Frühjahr war sie bestimmt besser zu sehen, bevor Frau Verbena bonariensis sich so in den Vordergrund schieben musste:
Strandgarten, aber mit Kies statt Sand - und eher stranduntypischen Hortensien, damit die Gießkanne und der Gartenbesitzer vor lauter Relaxen nicht arbeitslos werden:
Der goldene Garten von Tom Stuart-Smith, mit Feuerschale, Rudbeckia fulgida, Galium verum, Gold-Baldrian und Rudbeckia maxima:
Bienengarten mit Wabenstruktur nicht nur im Bienenstock - hat mich ein bisschen an die 70er Jahre erinnert (Dalli-Klick!):
Ein Besuch der IGA lohnt auf jeden Fall, nicht nur zum Seilbahnfahren. Bis 15. Oktober ist noch Zeit, ihr habt vielleicht auch besseres Wetter!





















































