Samstag, 9. November 2019

Rost und Rotkehlchen

Rostoptik ist ja schwer im Kommen, und so dachte ich, ich hole mir auch mal so ein stylisches Kunstobjekt in den Garten. Und warum nicht zur Sicherheit gleich zwei? Meine Installation ist aber eher ein Arbeiterdenkmal, denn dieses Altmetall stammt vom Sperrmüll, war also schon auf dem Gerätefriedhof und zum Verschrotten freigegeben. Aber nicht mit mir! Dieses in Würden verrostete Pärchen aus Schaufel und Hacke musste einfach mit.


Beide habe ich im Inneren des auch rostfarbenen Flechtzauns auf Holzstäbe gesteckt. Vielleicht tausche ich die noch mal aus gegen Bewehrungseisen, das passt besser und hält länger.




Die kleine Hacke kann später auch mal als Staudenstütze dienen, wenn es sein muss. Dazu muss man nur einen haltlosen Stängel zwischen die Zinken stecken. Das gute Stück ist ja drehbar.


Dann bin ich vollends übermütig geworden und habe das schon mal mit Hagebutten der Kletterrose geübt, die Farbe passt gut zu Rost.




So richtig zufrieden bin ich damit noch nicht. Ich denke, ich werde längere Stäbe nehmen und die rostigen Dinger zwischen hohen Stauden schweben lassen. Ist doch alles recht mickrig so und kein Vergleich zu diesem Zaun, an dem alte Gartengeräte im großen Stil zu neuen Ehren kommen, gesehen in den Gärten von Appeltern:


Während ich da so drüber sinnierte und an meinem Kunstobjekt bastelte, fielen mir irgendwann dann doch mal die verfrorenen Tomatenstrünke auf der Terrasse auf. Also nicht nur dekorieren, sondern auch mal arbeiten.

Nachdem die schlimmsten Matschestängel abgeschnitten waren, wollte ich sie in den Komposter werfen, denn Braunfäule hatten sie nicht, nur einen tödlichen Frostschaden.

Erst habe ich beide Klappen des Schnellkomposters geöffnet, um das Sperrgut hinein zu bekommen, was gar nicht so leicht ist, weil die Äste der Kletterrose an der linken Seite im Weg sind. Dann habe ich mich kurz umgedreht, die Tomatenstrünke zusammengerafft - und nun hieß es erst einmal warten, denn der Behälter war besetzt.

Das Rotkehlchen hatte nämlich genau aufgepasst und den offenen Komposter als Einladung zum Mittagessen verstanden. Und das konnte ich ihm ja schlecht verderben.




An den Klappen hocken innen immer viele Kompostwürmer auf Abwegen, außerdem Asseln und kleine Schnecken. Davon durfte das Rotkehlchen ein paar abhaben, sind ja noch genug da.

Ich wette, die rostige Schaufel und die Hacke sind ein guter Ansitz für das Rotkehlchen, wenn es im Beet auf Beutezug gehen muss, weil der Komposter geschlossen hat. Ich bin jedenfalls schon ganz gespannt, wie meine rustikale DIY-Deko im Sommer aussieht, wenn die Pflanzen mit ihr spielen...

Kommentare:

  1. Guten Morgen Elke,
    naja jedendfalls würde das Rotkehlchen sogar auch wie die Hagebutten farblich ganz gut zur Rost-Deko passen. Die sind echt frech die kleinen Gefiederten und kommen einem recht nah bei der Arbeit, das kenne ich auch. Ich finde Rost gut, habe immer mehr davon im Garten, zwar meist neuen Rost aber an der Dekoleiter auch alten Rost. Die Farbe ist so natürlich und passt zur Natur. Bin ja mal gespannt, wenn unser Rosenschirm endlich rostet. Ich denke, mancher Autohersteller wäre froh, wenn er solch rostresistenten Stahl verbaut hätte ;-)
    schönes Wochenende wünscht der Achim

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  2. Liebe Elke,
    Rostdeko ist einfach toll im Garten, denn sie fügt sich ganz unauffällig in die Beete ein. Ich mag sie ja sehr und es gibt bei mir viele Objekte, die teilweise gar nicht so sehr auffallen. Eine gute Idee, die kleinen rostigen Gartenhelfer auf Stützen zu stellen, da kommen sie dann besser zur Geltung. Hier observiert und begutachtet unser Rotkehlchen auch alle Gartenaktivitäten. ;-)
    Lieben Gruß und ein feines Wochenende, Marita

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  3. Liebe Elke, das ist wirklich eine tolle Idee mit den geretteten rostigen Stücken! Und die Rotkehlchen Bilder haben mir den Samstag versüßt, hab' vielen Dank! So niedlich und hübsch sind die. Ich bekam es nur einmal vor die Linse und das ist schon wieder zwei Jahre her. Vielen Dank und hab' ein wunderschönes Wochenende, Bianca

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  4. Das ist ein würdiger Platz für ausgedientes, rostiges Gartenwerkzeug. Noch dazu passt es perfekt ins herbstliche Ambiente des Gartens.
    Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin

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  5. Liebe Elke,
    Dem Rotkehlchen könnte ich auch nichts verwehren, die mag ich einfach zu gerne.
    Deine neue Dekoration gefällt mir. Wer weiß, was sie noch für einen Platz bekommen. Manchmal findet der sich ja erst nach einer Weile.
    Liebe Grüße
    Steffi

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  6. kompost und Rotkehlen das erlebte ich auch schon öfter, sie mögen den frischen Humus und kommen plötzlich aus dem Verborgenen.
    Mit Rost zur habe ich es es weniger, so in Maßen gehts ja, ich würde mich prompt daran verletzen!! Nur erlebe ich auch Gärten die fast nur aus Deko bestehen und weniger aus natur. Grüße von Frauke

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  7. Hallo Elke , ein unterhaltsamer Bericht über Deine neue Leidenschaft, Rost im Garten. Auch die Story mit dem Rotkehlchen ist witzig! Diese vorwitzigen Vögel sind ganz schön schlau. Bin gespannt wie Deine Rostdeko im Frühling rüberkommt.LG...Stephanie

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  8. Oh, das gefällt mir! Ich bin ja ein großer Fan von allem Rostigen und alten Gartengeräten. Auch bei mir stecken einige in den Beeten. Kürzlich entdeckte ich bei meiner Cousine eine lieblos in der Ecke stehende Babybadewanne aus Zink! Mal sehen, ob ich sie ihr abknöpfen kann! Haha...
    Viele Grüße von
    Margit

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  9. Liebe Elke,
    welch reizende Idee alte Geräte als Schmuck nochmal im Garten aufleben zu lassen, darüber muß ich auch mal nachdenken. Ich hatte neulich auch die nette Begegnung mit einem Rotkehlchen, ein lieber Gast bei dem man die Arbeit gerne für ein paar Minuten ruhen lässt, um Fotos zu machen.
    Liebe Grüße
    Edith

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  10. Liebe Elke,
    Deine rostigen Helfer im Beet und am Zaubn gefallen mirsuper gut, was für eine schöne Idee!
    Wunderschön konntest Du auch das liebe Rotkehlchen einfangen und hast uns schöne Bilder migebracht! Herzlichen Dank dafür!
    Ich wünsche Dir einen schönen und freundlichen Wochenteiler!
    ♥️ Allerliebste Grüße , Claudia ♥️

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  11. Tja, so rostiges Zeug hätten wir auch haben können. Aber ich will auch nicht zu viel Deko im Garten haben. Es wirkt leicht unruhig. Wir haben ja auch eher einen Park als einen Garten. Da passt das nicht so gut. Wobei, so eine rostiges Schäufelchen hat tatsächlich was - ich würde es wohl eher irgendwo niederlegen, kunstvoll drapiert, so als sei es dort vergessen worden ... aber es bliebe dann bei dem Einzelexemplar. Werde auch mal auf dem Friedhof nach so etwas Ausschau halten. ;-)
    Bei uns sind die Rotkehlchen auch sehr zutraulich und schimpfen schon mal, wenn man Futter oder Wasser vergisst. ;-)

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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