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Samstag, 8. November 2014

Fotowettbewerb "Günstig Gärtnern" 2014

Vielleicht erinnert sich noch jemand dunkel, dass es hier letztes Jahr einen Fotowettbewerb zum Thema "Günstig Gärtnern" gegeben hat. Apropos dunkel: Nun wird es schon wieder Winter und vielleicht habt ihr den Sommer dazu genutzt, schöne Bilder von schönen Zeiten zu machen. Was liegt also näher, als hier ein bisschen in Erinnerungen an die vergangene Gartensaison zu schwelgen und wieder einmal tolle, günstige Ideen zu finden und andere daran teilhaben zu lassen?

Und hier ist er nun also, denn gut Ding will Wiederholung haben: 
Der Fotowettbewerb 2014 ist hiermit feierlich eröffnet!


Hier als Anregung noch die Gewinnerbilder vom letzten Wettbewerb:











Zu gewinnen gibt es natürlich auch wieder etwas: Die drei schönsten Bilder werden mit je einem Gartenbuch belohnt. Die beiden ersten Preise wurden vom Landwirtschaftsverlag Münster gesponsert - sie sind nagelneu und noch eingeschweißt. Vielen Dank an dieser Stelle für die großzügige Spende!




Die Gewinnerfotos und einige weitere schöne Ideen werden hier Mitte Dezember veröffentlicht. Die Jury bin ich.

Schickt eure eigenhändig aufgenommenen Lieblingsbilder mit einem kleinen Text bis zum   
06.12.2014
an folgende Adresse:  

guenstig_gaertnern(ät)gmx.de

Ihr findet sie auch in meinen Profildaten.

Die Bilder sollten nicht im Original geschickt werden, damit mein Postfach nicht platzt - 1024 Pixel Seitenlänge sind vollkommen ausreichend. Bitte fügt eurer Email auch gleich eure Adresse hinzu, damit ich euch im Fall der Fälle den Gewinn schicken kann. Wer einen Blog pflegt, kann auch den nennen, dann werde ich ihn verlinken. Ansonsten werde ich nur den Vornamen und Heimatstadt der Gewinner bekanntgeben - eure Anonymität bleibt also gewahrt.

Das Kleingedruckte:
Die Einsender bestätigen, dass Sie im Besitz der Bildrechte sind und dass die Bilder frei von Rechten Dritter sind. Falls auf den Bildern Personen abgebildet sind, müssen diese mit einer Veröffentlichung einverstanden sein. Die Teilnehmer räumen "Günstig Gärtnern" die Nutzungsrechte an den eingesandten Fotos ein, um sie hier im Blog für unbeschränkte Dauer  zu zeigen. 
Der Rechtsweg ist vollkommen ausgeschlossen. Ich wollt's nur sagen.


Und nun zeigt's mir wieder mal -  ich freue mich auf eure Ideen!

Freitag, 3. Januar 2014

Die 10 Günstig-Gärtnern-Gebote

Eva Demski hat ein Buch geschrieben: "Gartengeschichten". Darin bezieht sie die 7 Todsünden auf das Gärtnerleben - und zwar ungemein treffend und humorvoll, so dass sich jeder Gärtner öfters darin wiederfinden wird. Da ich mir nie anmaßen würde, dies besser beschreiben zu können, nehme ich mir stattdessen die 10 Gebote vor. Hier sind sie nun also ungekürzt und in Farbe - die ganzen 10 Gebote für das günstige Gärtnern (sie lassen sich völlig kostenlos auch in gute Neujahrsvorsätze verwandeln):

 

Du sollst nicht stehlen

Selbstredend, wird man jetzt ausrufen - stehlen ist ja wohl etwas zutiefst verabscheuungswürdiges und damit ein absolutes Tabu beim Gärtnern - oder? Ein Samen in Ehren wird wohl niemand verwehren - beim Spaziergang am Wegesrand gesammelt zum Beispiel. Allerdings hat der Spaten in der Wiese nebenan höchstens dann etwas dort zu suchen, wenn demnächst sowieso alles bebaut wird. Ich habe leider schon mehrfach beobachtet, wie Menschen auf öffentlichem Grün Krokusse und Scillas ausgebuddelt haben - Pflanzen, die sowieso nicht die Welt kosten. Dabei gräbt man weder in Parkanlagen noch in der Natur etwas aus, schon gar nicht in Naturschutzgebieten. Höchstens Neophyten sind eine Ausnahme - den Schmetterlingsstrauch in der Pflasterfuge darf man sich wohl bedenkenlos aneignen.

 

Du sollst deine Stauden ehren

Stauden sind die Stehaufmännchen unter den Gartenpflanzen - im Winter oft unsichtbar, kommen sie im Frühling mehr oder weniger zuverlässig wieder. Man sollte es ihnen daher im Garten so gemütlich wie möglich machen, damit man über Jahre Freude an ihnen hat. Viel günstiger als viele Exemplare zu kaufen, kann es außerdem sein, durch die richtige Schnitttechnik vor der Blüte die Pflanze zum Verzweigen anzuregen, was mehr Fülle produziert. Dieses sogenannte Pinzieren funktioniert zum Beispiel bei Phlox und Astern. Bei vielen Stauden führt ein Rückschnitt nach der Blüte dazu, dass sie nochmals Knospen ansetzen.


 

Du sollst begehren deines Nächsten Pflanzen

Beim Nachbarn wachsen immer die schönsten Gewächse. Sie zu begehren ist nicht schwierig. Man darf sie auch sicher gerne haben, wenn man nett fragt. Wahre Pflanzenfreunde werfen schließlich ungern Pflanzen weg. So kann man die besten und an das Klima angepassten Stauden erwischen.

 

Du sollst am Sonntag nicht ins Gartencenter gehen

Besuche im Gartencenter sind nie ganz ohne, aber oft ohne Hemmungen. Schnell gibt man mehr aus, als man wollte. Das ist unter der Woche schon schlimm genug, aber verkaufsoffene Sonntage, die man aus Mangel an unterhaltsamen Alternativen besucht, können besonders verhängnisvoll sein. Zuhause steht man dann da mit zu vielen neuen Pflanzen bei zu wenig freier Fläche.

 

Du sollst die Blattläuse nicht töten

Gift einzusetzen gegen die alles belagernden Beetschwestern mit den sechs Beinen ist nicht nur teuer, sondern auch völlig unnötig. Das saugende Problem ist in der Regel binnen weniger Wochen gegessen, wenn Marienkäfer, Florfliegen- und Schwebfliegenlarven mit dem Mampfen begonnen haben. Wer den Anblick der Blattlaus-Vollversammlung dennoch nicht erträgt, kann allenfalls zum Wasserstrahl greifen, um sie giftfrei abzuspülen. Im Bild ist die Wicken-Blattlaus (Megoura viciae).


 

Du sollst die Stängel nicht brechen

Den Garten winterfest zu machen heißt bei vielen Gärtnern leider, ihn eigentlich für den Frost zu entblößen: Da werden die alten Staudenstängel abgeschnitten und möglichst weit weg von den Eigentümern entsorgt. So kann der Winter richtig kraftvoll zubeißen und empfindliche Gewächse ins Jenseits befördern. Nützlinge, die in den Strünken überwintern, können ihren Dienst im nächsten Jahr nicht wieder aufnehmen. Vögel ernähren sich außerdem gerne von den alten Samenständen. Ich lasse daher die besten Stücke stehen, bis es im nächsten Jahr wieder wärmer geworden ist. Möchte man allerdings Bienen fördern, die in den Stängeln von Königskerzen oder Wilder Karde nisten, darf man zwei komplette Winter lang nichts abschneiden.


 

Du sollst das Wasser ehren und auffangen

Ohne Regenwasser geht gar nichts im Garten. Mindestens einen Sammelbehälter sollte man also vorsehen, damit man kostenloses Nass im Überfluss hat. Durststrecken im Sommer lassen sich so ein wenig mildern und die Zimmerpflanzen freuen sich auch.

Du sollst Gartenabfälle zu Kompost werden lassen

Statt aus Wasser Wein kann man aus Garten- und Küchenabfällen Kompost machen. Das ist zwar auch wie ein Wunder, aber trotzdem ganz natürlich. Die meisten Stauden, Sträucher und Bäume sagen zu einer guten Gabe des schwarzen Goldes nicht nein. Gemüse liebt die Humusgabe sowieso. Selbstgemacht in der eigenen Miete ist der organische Dünger kostenlos und umweltfreundlich. Und der Gärtner ist stolz wie Oskar, wenn der eigene Dünger gut und günstig gelungen ist. 

 

Du sollst Vater- und Mutterpflanzen vermehren

Alles, was man selbst vermehren kann und möchte, sollte man ruhig vervielfältigen, und sei es als Geschenk. So erhält man an den Standort angepasste Pflanzen und wird unabhängig von den großen Saatgutfirmen. Stauden lassen sich teilen oder wie Gemüse sowie Ein- und Zweijährige Pflanzen über Samen vermehren. Von vielen Sträuchern lassen sich Stecklinge oder Ausläufer ziehen. Das geht zwar langsamer als kaufen, macht aber auch viel mehr Spaß.

 

Du sollst die Standortansprüche nicht missachten

Der geeignete Standort ist ein guter Anfang für eine lange, glückliche Beziehung zu den Pflanzen - Sonnenanbeter mögen keinen Schatten und umgekehrt. Spätaustreibenden Spezies, wie dem Sonnenhut (Echinacea purpurea und Rudbeckia fulgida), muss man den Kopf freihalten, sonst sind sie bald Geschichte, denn allzu leicht lassen sie sich von wuchsstarken Nachbarn im Frühjahr zu Tode verschatten.



Falls ich richtig gezählt habe, waren sie das jetzt - meine 10 Gebote des günstigen Gärtnerns.  Das 11. lautet selbstverständlich: Du sollst den Garten genießen! Das muss schließlich auch mal sein.

Samstag, 7. Dezember 2013

Fotowettbewerb "Günstig Gärtnern" - Die Gewinner

Im November hatte ich euch gebeten, doch einmal sparsam zu gucken und mir eure besten Bilder zum Thema "Günstig Gärtnern" zu schicken.

Nun hat die Jury getagt und die Gewinner ausgelobt:

Der erste Preis (das Buch "Natürlich Heike") geht an die Gartenfee von Maifelder Gartenlust, denn ihre Collage löst ein uraltes Rätsel: Was macht man bloß mit Stäben aus Betonstahl?


Sie schreibt dazu: "Betonstahlstäbe sind super als Staudenstütze, Rosengerüst und Rankhilfe verwendbar. Sie sind in verschiedenen Stärken erhältlich, können im Eisenwarenhandel auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden und sind im Vergleich zu anderen Staudenhaltern und Rankgerüsten aus Eisen sehr günstig. Manchmal hat man auch Glück und findet dort noch günstigere Schnittreste in der passenden Größe. Für besonders hohe Rosen oder Kletterpflanzen stecke ich ca. 2,50 m lange Stäbe pyramidenartig in die Erde und binde sie oben mit einem Draht zusammen. Zum Schluss erhalten die Spitzen noch eine zierende Mütze. Ich nehme dafür am liebsten Ton- oder Zinktöpfchen oder Styroporkugeln, die ich mit Scherben von altem Porzellan beklebe.

Die Jury fand: So viele Stabsstellen im Garten plus selbst gemachter Spitzenposition sind nicht nur doppelt günstig, sondern hier auch besonders schön fotografiert.


Den zweiten Preis (das Buch "Wo die Seele aufblüht") hat sich Fjonka verdient, indem sie zeigt, dass ausrangierte Zäune noch lange nicht zum alten Eisen gehören, und eine kaputte Leiter, die der Dachdecker vergessen hatte, prima als Rankhilfe für eine Clematis taugt.



Den dritten Preis (das Buch " Kompost aus der Kiste") gewinnt Sigrun für die Verwendung des nicht mehr bespielten Indianertipis ihre Sohnes als Bohnen-Rankhilfe.


Der Wackerstein hilft gegen Orkane, die Bohnen gegen Hunger. Die Konstruktion kann man auch ohne Sohn und altes Tipi selbst machen aus fünf langen Bambusstäben oder anderen Ästen.

Den vierten Preis (Gutschein für eine Fotoleinwand) gewinnt Rike, die zeigt, dass man aus einem alten Plastikblumentopf ein Dach für ein Futterhaus herstellen kann. Dazu muss man den Topfboden abschneiden, die Wand längs einschneiden, die Streifen lochen und oben mit einem Draht zusammenfassen. Darauf wäre ich selber nie gekommen - sieht gut aus und die Grünlinge bleiben trocken:



 

Weitere schöne Recycling-Ideen:

 
Dagmar hat einen Blumenkasten konstruiert nach dem Motto "Ich war ein Milchkarton". Sogar an ein Überlaufventil wurde hier gedacht!



Elisabeth hat leere Eierschalen zur Keimzelle von Grünzeug gemacht:



Vicky zeigt eine günstige Gartenwelt im Kleinen - alte Küchenutensilien bepflanzt mit Sempervivum:



Frauke hat ein schönes Hochbeet aus alten Paletten gebaut:


Urte hat Seife mit ihren eigenen Gartenrosen verfeinert:



Ich bedanke mich bei allen, die mitgemacht haben, und möchte euch jetzt schon dazu auffordern, im nächsten Frühjahr und Sommer eure Ideen ins beste Licht zu rücken, denn den Fotowettbewerb wird es garantiert im nächsten Jahr wieder geben!