Wie fotografiert man eigentlich Schmetterlinge? Gaaaaanz langsam. Und selbst das schützt nicht vor dem Abflattern, bevor man mehr als ein Dokumentationsfoto hinbekommen hat.
Denn Tagfalter, die sich eben noch so hübsch auf Blüten thronend präsentiert haben, als wären sie schwindelfrei und sowieso vor nichts bange, haben grundsätzlich große Angst davor, als buntes Konfetti in einem Vogelmagen zu enden. Aufgrund dieser Existenzängste muss man sich immer besonders vorsichtig und möglichst in Zeitlupe anschleichen. Am besten bewegt man sich so langsam wie die Sonne. Oder wie ein Baum. Und das dauert, daher mache ich solche Fotoausflüge am besten allein, dann habe ich die nötige Ruhe und kann stundenlang auf derselben Wiese verbringen.
So sieht diese Art Wiese aus, mit Luzerne, Esparsette, Hornklee, Schafgarbe, Wiesenklee und Oregano:
Die Windrichtung muss man zwar nicht bedenken, aber man sollte es vermeiden, einen Schatten auf das Tier zu werfen, denn so etwas macht uns äußerst verdächtig. Ein Teleobjektiv kann helfen, den nötigen Abstand zu wahren, man bekommt kleine Schmetterlinge aber dann auch nicht so formatfüllend aufs Bild wie mit dem Makro .
So sieht diese Art Wiese aus, mit Luzerne, Esparsette, Hornklee, Schafgarbe, Wiesenklee und Oregano:
Die Windrichtung muss man zwar nicht bedenken, aber man sollte es vermeiden, einen Schatten auf das Tier zu werfen, denn so etwas macht uns äußerst verdächtig. Ein Teleobjektiv kann helfen, den nötigen Abstand zu wahren, man bekommt kleine Schmetterlinge aber dann auch nicht so formatfüllend aufs Bild wie mit dem Makro .
Manchmal hat man alles richtig gemacht, vom professionellen Anschleichen bis zum richtigen Fokuspunkt (immer auf die Augen!), und dann, wenn man gerade den Auslöser drücken will, kommt eine tölpelige Mistbiene und rempelt den zarten Bläuling ungestüm von der Blüte. Das ist dann Pech, aber vielleicht ist die Fliege ja auch fotogen. Der Falter hat natürlich auch besseres zu tun, als ewig lang nur dazusitzen. Weibchen müssen beeindruckt, Blüten besucht und Rivalen vertrieben werden.
Doch früh morgens kann man Glück haben und Schmetterlinge finden, die noch zu kalt sind, um zu flüchten. Echte Sitzenbleiber also, die oft auch gar nicht verborgen in der Vegetation hocken. Doch wehe, man wechselt noch schnell das Objektiv vom Tele auf das Makro, weil der liebe Kleine ja gerade so schön still hält. Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt in der Zwischenzeit der alles entscheidende Sonnenstrahl, der dem Tier genug Energie zur Flucht verschafft.
Dieses Jahr sind mir besonders viele Fotos von Bläulingen gelungen. Da dies sehr kleine Falter sind, die eine Heimatwiese haben und nicht so viel unterwegs sind, halten sie sich oft immer wieder auf denselben Pflanzen auf. Da muss man nur warten, bis sie wieder vorbeikommen. Männchen scheinen auch weniger scheu zu sein als die Weibchen. Die Kerle kennen sich aus mit dem Posieren, während die Frauen eher Panik schieben, gefressen zu werden, und dann wäre ihr ganzer Fortpflanzungserfolg dahin. Dann als Falter lieber ein Foto vermeiden, sicher ist sicher.
Der Hauhechel-Bläuling ist der häufigste der blauen Arten, das Weibchen ist oberseits braun:
In Baden-Württemberg war ich im September an den Luzernen ganz eifrig hinter diesen kleinen Faltern her, als ich plötzlich etwas noch viel kleineres vorbeiflattern sah. Was war denn das für ein Zwerg?
Als ich nah genug dran war, sah ich, dass dieses winzige Weibchen zwei kurze Staubwedel hinten am Flügel hatte. Das war tatsächlich der Kurzschwänzige Bläuling! Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist der Name nicht besonders schlau, denn die anderen blauen Bläulinge haben gar keinen Schwanz, er könnte also auch einfach Schwänziger Bläuling genannt werden, aber nun ist es eben so.
Am nächsten Tag, immer noch in Baden-Württemberg und wieder an einer großen Wiese mit viel Luzerne, fand ich dieses kupferfarbene Schmuckstück:
Das ist ein Weibchen vom Rotklee-Bläuling. Die Raupen ernähren sich gern von Wiesenklee.
Diese Fotos sind entstanden, weil ich Zeit zum Herumstreunen hatte. Die meisten Mitspaziergänger würden vor Ungeduld genervt die Flucht ergreifen und im nächsten Cafe auf mich warten, weil ich so lange geduckt um die Blumen schleiche, bis es langweilig wird. Bläulinge machen einsam, aber so viel Freude!
Und wenn ich mal richtig Zeit habe, so ungefähr eine Woche, finde ich vielleicht endlich auch mal eine Bläulingsraupe!
Der Hauhechel-Bläuling ist der häufigste der blauen Arten, das Weibchen ist oberseits braun:
In Baden-Württemberg war ich im September an den Luzernen ganz eifrig hinter diesen kleinen Faltern her, als ich plötzlich etwas noch viel kleineres vorbeiflattern sah. Was war denn das für ein Zwerg?
Als ich nah genug dran war, sah ich, dass dieses winzige Weibchen zwei kurze Staubwedel hinten am Flügel hatte. Das war tatsächlich der Kurzschwänzige Bläuling! Wenn man genauer darüber nachdenkt, ist der Name nicht besonders schlau, denn die anderen blauen Bläulinge haben gar keinen Schwanz, er könnte also auch einfach Schwänziger Bläuling genannt werden, aber nun ist es eben so.
Am nächsten Tag, immer noch in Baden-Württemberg und wieder an einer großen Wiese mit viel Luzerne, fand ich dieses kupferfarbene Schmuckstück:
Das ist ein Weibchen vom Rotklee-Bläuling. Die Raupen ernähren sich gern von Wiesenklee.
Diese Fotos sind entstanden, weil ich Zeit zum Herumstreunen hatte. Die meisten Mitspaziergänger würden vor Ungeduld genervt die Flucht ergreifen und im nächsten Cafe auf mich warten, weil ich so lange geduckt um die Blumen schleiche, bis es langweilig wird. Bläulinge machen einsam, aber so viel Freude!
Und wenn ich mal richtig Zeit habe, so ungefähr eine Woche, finde ich vielleicht endlich auch mal eine Bläulingsraupe!




































