Samstag, 23. Juni 2018

My first Häcksler

/*In Zusammenarbeit mit IKRA*/ 
Wildrosen heißen meiner Meinung nach Wildrosen, weil sie im Mai wie wild mit ihren Ästen um sich schlagen und mir in kürzester Zeit den Garten vollwuchern. Eben noch senkrecht gehaltene Zweige lassen sich nach einem Gewitter plötzlich bis auf den Boden hängen und nehmen den Stauden die Sonne. Dieses Kunststück zumindest ist die Spezialität von Rosa x salaevensis. Auch nach dem Trocknen kommen die nicht wieder in die Senkrechte. Also muss ich spätestens im Juni die Schere in die Hand nehmen und die Widerspenstigen zurechtstutzen. Dabei kommt schnell ein riesiger Haufen stachliges Schnittgut zusammen. Dieses Mal war der Garten nach dem dreiwöchigen Kanada-Urlaub ganz besonders verlottert.

Die Kletterrose 'Manita' kommt trotzdem später dran, die muss erst noch zuende blühen:


Der Garten ist leider zu klein für einen großen Asthaufen oder eine Benjeshecke. Bisher habe ich die Äste daher immer mühsam in kleinere Stücke zerschnitten, damit möglichst viel in die Biotonne passt. Wie wild habe ich auf den Haufen eingehackt und konnte am Ende ewig die Stückchen aufsammeln, die noch auf dem Rasen herumlagen. Zum guten Schluss kam dann noch eine artistische Einlage, als ich in die Biotonne geklettert und auf dem Inhalt herumgehüpft bin, damit auch der letzte Rest noch hineinpasst. Knapp wurde es immer.

Damit ist jetzt Schluss. Ab sofort wird die Arbeit nicht nur einfacher, sondern ich kann nun das Schnittgut auch im Garten behalten, anstatt es zu entsorgen.

Ich habe nämlich einen nagelneuen Halbgott in Weiß zuhause - den ILH 3000 A Leisewalzenhäcksler von IKRA. Das Gerät wurde mir freundlicherweise von der Firma IKRA zum Testen zur Verfügung gestellt.


Walzenhäcksler zerschneiden im Gegensatz zu Messerhäckslern die Äste nicht, sondern quetschen sie. So entsteht Material, das man entweder zum Kompostieren oder zum Mulchen benutzen kann. Mikroorganismen haben bei diesem Zweig-Mus mehr Angriffsfläche. Vorher habe ich aber noch die Schnirkelschnecken herausgeschüttelt und das meiste ein paar Tage auf dem Rasen liegen lassen, damit Insekten eine Chance zur Flucht hatten.

Das Schnittgut lässt der Häcksler in eine große Wanne fallen, die man einfach abnehmen und entleeren kann. Aber Vorsicht: Beim Rausziehen des Behälters lässt die Maschine gern das Material, das sie noch zwischen den Zähnen hat, daneben gehen.


Ich war ganz begeistert, dass der Helfer auch dicke Rosenäste klein macht und dass er die Zweige selbstständig einzieht, wenn er sie einmal zu packen gekriegt hat. So kann man gut allein arbeiten: Während das Gerät noch auf dem einen Ast herumkaut, kann man schon mal den nächsten vorsortieren und bereit halten. Sogar Ranken vom Wilden Wein mampft er wie ein Kaninchen.




Nicht so gut funktionieren dicke Astgabeln ohne lange Zweige. Die rollen nur auf den Walzen herum und werden nicht gegriffen. Auch das mitgelieferte paddelähnliche Plastikteil zum Nachstopfen erreichte dieses hartnäckige Ding nicht, also musste ich es mit einer Metallstange (bei natürlich ausgeschaltetem Häcksler) heraus angeln. Dann habe ich es noch mal mit den spitzen Enden voran in den Schlund geworfen und mit einem Ast nachgedrückt - schon war das Teil gegessen. Beim nächsten Mal weiß ich, dass ich Verzweigungen noch weiter vorschneiden muss oder wenigstens einen längeren Hebel dran lasse.

Mit 92 dB ist der Häcksler leiser als die meisten anderen Geräte. Und das hier kommt am Ende dabei heraus:




Das Häckselgut ist schön klein geworden, ich habe es teilweise in den Komposter gegeben, den Großteil aber unter den Stauden und Sträuchern verteilt. Ich bin gespannt, wann es in beiden Fällen nicht mehr zu sehen ist.

Nach der Arbeit kann man das Gerät auf Rollen hinter sich herziehen, das ist auch praktisch.

Ich bin jedenfalls froh und dankbar über meinen Helfer. Wieder ein kleiner Schritt in Richtung Müllvermeidung und Kreislaufwirtschaft.

Kommentare:

  1. Hallo Elke!
    Ein Häcksler ist der Traum meiner schlaflosen Nächte! ;-) Leider haben wir keinen Strom in unserem Garten, aber der Nachbar ist da sehr hilfsbereit. Ich habe diesen Riesenchinaschilf, welcher an die 2,50m hoch wird...oder höher. Jedes Mal ärgere ich mich, dass ich keinen Häcksler habe und das Zeug woanders entsorgen muss. Es wäre ein toller Ersatz für Rindenmulch und klaut den Pflanzen keinen Stickstoff. Du siehst also, es wird auch bei mir Zeit dafür! :-)
    Liebe Grüße
    Daniela

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    1. Hallo Daniela,
      Chinaschilf ist auch so ein Fall. Das habe ich im Null-Euro-Beet und auch damit bekommt man die Biotonne ratzfatz voll...
      VG
      Elke

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  2. Nicht schlecht!👍 Unserer häckselt leise aber grob, aber ich schmeiße das Zeug trotzdem auf die Beete.
    Ich dachte, solche Posts soll man jetzt mit Werbung schon im Betreff kennzeichnen?! Bei Instagram gab es wegen privater Käufe von Influencern viel Ärger, die Anwaltskosten gingen in die Zehntausende und Du zählst ja nun zumindest bei den Gartenblog inzwischen auch zu den Influencern. 😉

    Liebe Grüße
    Sara

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  3. Hi Elke,
    das ist es was mir noch fehlt. Zumal da so einiges ansteht in nächster Zeit. Da wäre ein Häcksler ein Segen. So eine Hängerose habe ich übrigens auch. 'Veilchenblau' und 'Perennial Blue' an einem alten Ahornstamm. Da muss ich auch dringend ran.
    Liebe Grüße
    Claudia

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  4. Da hast du ja eine prima Lösung gefunden, mit dem Wildwuchs schnell fertig zu werden. Ich stelle mir das aber trotzdem noch ganz schön stachelig vor, die Zweige oben reinzuschieben.
    LG Sigrun

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  5. Hallo Elke,
    hier geht alles in die Biotonne und im Frühjahr hole ich mir den Kompost vom Kompostierwerk. :-) Bei meinem kleinen Garten bin ich froh, dass ich keine stacheligen Rosenmonster habe. ;-)
    Einen schönen Sonntag und lieben Gruß, Marita

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  6. Liebe Elke,
    den Traum von einem Häcksler habe ich mir letztes Jahr auch endlich erfüllt.
    Es ist doch einfach wundervoll eigenes Häckselgut herstellen zu können.
    So haben wir nur noch wenig, das wir der Grünabfuhr mitgeben müssen.
    Unsere Sträucher und Gartenwege bekommen so immer mal wieder frisches Mulchmaterial.
    Liebe Grüsse
    Esti

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  7. hallo elke,
    einen häcksler wünsche sich, glaube ich, alle gartenbesitzer.
    meine frage nun: bis zu welcher stärke frisst er denn äste? fingerdicke, oder auch voluminösere?

    kannst du da mal was zu sagen.

    gruss hanna

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    1. Hallo Hanna,
      auf dem Gerät steht bis zu 44 mm Durchmesser. Meine Rosenäste hat er alle geschafft.
      VG
      Elke

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  8. Wir sind schon seit Jahren Besitzer eines Häcklers, sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, er häckselt mit Messer. Teilweise werfen wir das frische Häckselmaterial im Herbst auf die abgeernteten Beete, ohne sie groß zu bearbeiten, sprich umgraben. Den Winter über bleibt alles liegen und im Frühjahr reche ich es ab und habe eine krümmelige Humusschicht. Viel Material wird unter Bäume und Sträucher verteilt. Sehr faserige Pflanzen wickeln sich schon mal um die Messer und stoppen den Vorgang, dann ist mühsames entfernen angesagt, auch die Fasern sind tolles Anschauungsmaterial, ich habe es zu einem Zopf geflochten und zeige es den Kindern, sozusagen das Skelett der Pflanzen.
    Dir viel Freude mit dem Häcksler
    und einen schönen Sonntag noch.
    Liebe Grüße
    von Edith

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  9. Liebe Elke, ich häcksle auch möglichst viel, damit so viel wie möglich an Material im Garten bleibt. Die Rosenzweige habe ich allerdings bisher ausgenommen - wegen der Dornen. Ich mag es nicht, wenn ich Kompost verteile und dabei in Dornen greife, denn dafür häckselt unser Häcksler dann doch zu grob. Besonders Pyracantha finde ich übel. Mit deinem neuen Gerät scheint das ja besser zu funktionieren.
    LG, Ute

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  10. Liebe Elke,
    wem sagst du das :-)
    Die Unmengen an Zeug welche ich herauschneide - immer!
    Aber mein Mann bringt meinen Schnitt hier in der Nähe zum Wertstoffhof. Gerade wieder 2 Hänger voll.
    Es wäre einfach viel zu viel, dass noch alles zu häckseln.
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet dir die Urte

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  11. So ein kleines häckselndes Helferlein macht total Sinn!
    Herzliche Grüße in deine Woche
    Petra (von den Rosen betört)

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  12. Liebe Elke,
    ich habe mich schon oft gefragt, warum Wildrosen so heißen, wie sie heißen und bei keiner meiner zahllosen Recherchen im Netz eine befriedigende Antwort gefunden. Bis heute.
    Deine Antwort hingegen ist einleuchtend und macht Sinn.
    Einen Häcksler haben wir schon seit Jahren im Schuppen stehen (natürlich darf er auch mal raus). Und ich habe ihn in dieser Zeit sehr schätzen gelernt. Denn riesige Haufen von Ästen, die jeden Platz im Garten beanspruchen, portioniert er in handliche Hügelchen, die man leicht im Garten verteilen kann.
    Unser Häcksler hat leider nur Probleme mit zu vielen Blättern an den Ästen und verweigert dann regelmäßig seinen Dienst.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  13. Das klingt gut! Ich habe mir schon lange einen gewünscht, damit die abstrebgende Schnitt-Handarbeit in diesem Fall ein Ende nimmt. Aber Man(n) wendet immer ein, dass wir ihn selten brauchen würden: Er nähme nur Platz weg. Naja, ich warte mal auf den Herbst und die fallenden Äste unserer benachbarten Riesenweide. Vielleicht kann das überzeugen ;-)...

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  14. Liebe Elke, ein Häcksler ist bestimmt eine tolle Sache. Ich habe diese Woche auch wieder im Garten aufgeräumt und es ist wirklich ein Wahnsinn, was alles an Zeug anfällt. Die Biotonne ist daher auch bretteleben voll.

    LG Kathrin

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  15. ein schönes Teil ;)
    die Probleme habe ich noch nicht
    mein Abfall kommt in den Sack
    wir haben nur eine kleine Biotonne für 3 Familien
    mein Vater schneidet alles mit der Hand klein und wir fahren es dann in den Wertstoffhof zum Grünschnitt

    liebe Grüße
    Rosi

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  16. Liebe Elke, das ist wieder ein interssanter Artikel in deiner unverwechselbaren amüsanten Formulierung. hihi Macht immer Spaß, bei dir zu lesen. Ich habe seit einem Jahr auch einen Häcksler, allerdings einen Messerhäcksler. Es macht einfach Sinn, die Biomasse im Garten zu behalten, als Mulch oder Kompost, denn es sind ja Nährstoffe, die dem Boden entzogen wurden. Außerdem brauche ich das sperrige Schnittgut nicht mehr abfahren. Meiner schafft frische Äste mühelos, nur mit zuviel Laub hat er Probleme, das schneide oder hacke ich manuell. Ich brauche ihn fast jede Woche, weil immer was geschnitten werden muss. Meiner steht betriebsbereit an einer überdachten Stelle im Garten, seitdem ist mein Garten viel ordentlicher.
    lg, Johanna

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