Vögel füttern - das ganze Jahr über - ist toll. Vor allem für die Vögel. Die Spatzen konnten so ihre Population vergrößern, die verlassen sich drauf, dass es in meinem Garten immer etwas zu spachteln gibt. Lästig ist lediglich diese eine verkorkste Kohlmeise, die nur jeden zehnten Sonnenblumenkern als akzeptabel betrachtet und neun auf den Boden wirft, obwohl kein Unterschied zu erkennen wäre, warum nur der eine Kern was taugt. Blaumeisen speisen viel manierlicher.
Plötzlich aber war der Futterspender abends noch reichlich gefüllt und morgens leer. Auch die irre Kohlmeise steht doch nicht mitten in der Nacht auf und holt sich was zu naschen?
Dabei hatten wir uns schon eine schöne schwebende Konstruktion ausgedacht, um Nager nachts vom Futter fernzuhalten: Das Futter schwebte über der Terrasse, aufgehängt an einer dünnen Schnur, gespannt zwischen Rosenbogen und dem Markisenkasten. Kein Nager wurde je wieder in flagranti am Futter erwischt.
Nun war ein anderes Tier im Rennen, das auch Schraubgläser mit Erdnussbutter für die Vögel aufbekommt. In dem Moment, wo ich morgens das leere Glas auf dem Rasen gefunden habe, war klar: Hier arbeitet jemand mit Intelligenz und kleinen Patschehändchen, die geschickt alles auffummeln können: Ein Waschbär.
Hier ist ein urbanisierter Stadtbär sogar mittags in einem Park unterwegs, so bunt hat es unser Pelztier aber noch nicht getrieben:
Aber wie schaffte es der pelzige Plagegeist an das Futter am Schnürchen? Fußspuren auf dem Terrassentisch verleiteten mich zu der irrigen Annahme, dass der Kerl springen kann. Also die Schnur noch höher aufgehängt und das eine Ende oben im Fenster befestigt. Morgens war der Spender wieder leer - eine Kamera musste her.
Und das kam dabei heraus:
Ist das nicht unfassbar? Spiderman bei Mission Impossible auf frischer Tat ertappt. Nicht umsonst haben Waschbären eine Verbrechermaske im Gesicht.
Nun bleibt das Futter nachts im Haus, basta. Die pelzige Plage hat das Nachsehen. Ich will den Waschbärbauch ja nicht noch mehr mästen mit dem teuren Vogelfutter. Er sucht natürlich noch:
"Eine Frage: Wäre es möglich, hier Essen zu bestellen, wenn's keine Umstände macht? Nee? Na gut, dann schau ich noch mal im Rosenbogen..."
Habt ihr auch Waschbären im Garten und eine wirksame Lösung gefunden, sie zu vertreiben oder wenigstens vom Vogelfutter fernzuhalten? Bewegungsmelder mit Flutlicht scheinen sie schon mal nicht zu mögen. Vorerst...


















































