Neulich in einer dieser bunten Werbebeilagen in der Sonntagszeitung, die man immer ungefragt frei Haus geliefert bekommt, fand ich ein Angebot über ein Dreierset Marmeladengläser für 1,99 Euro. Leer natürlich, füllen sollte man sie schon selber. Ein Deckel war auch inklusive (einer pro Glas, versteht sich), und zwar in feschem blauweißen Karomuster - das Oktoberfest lässt herzlich grüßen.
Netter Versuch, aber Marmeladengläser habe ich schon - gesammelte Werke quer durch die Speisekammer.
Darunter schöne bauchige Gläser mit goldenem Schraubdeckel. In ihrem früheren Leben enthielten sie Nudelsauce. Dazu gesellen sich ehemalige Wurstkonservengläser mit genau dem kleinkarierten Dekor, das mir die Sonntagsbeilage so sehr ans Herz zu legen versuchte. Ich habe aber nicht nur die bayerische, sondern auch die grünkarierte Variante, jawoll.
Beim Glas-Recycling ist eigentlich nur wichtig, dass man nicht irgendein Zeug aus dem Supermarkt schleppt, das man gar nicht mag, aber das Glas so schön fand (ich bin auch so eine - kaufe Weinflaschen, weil mir das Etikett gefällt). Dann kann man auch gleich die leere Variante kaufen. Der Anblick einer (womöglich sogar angebrochenen) Wurstkonserve aus dem vorigen Jahrhundert im hintersten Kühlschrankwinkel ist keiner, an den man sich gern erinnert. Fremde Kulturen kann man besser woanders erforschen gehen - wenn es gut läuft unter Palmen statt vor dem eisigen Kühlfach.
Am liebsten sind mir Gläser mit neutralem Deckel - ein Marmeladenglas mit Gurkenaufdruck ist früh morgens auf nüchternen Magen doch etwas gewöhnungsbedürftig.
Die Füllung herzustellen ist denkbar einfach. Bis ich es selbst ausprobiert hatte, dachte ich, Marmeladekochen wäre in etwa so schwierig wie eine dreistöckige Torte zu backen (kann ich bis heute nicht).
Ich nehme immer 2:1-Gelierzucker - eine 500 g-Packung auf 1 kg Früchte. Von meinem Stachelbeerhochstämmchen "Hinnonmäki Gelb" kann ich jedes Jahre in etwa soviel ernten.
Die Beeren schneide ich nur grob durch, dann sieht es besser aus, als wenn man das Ganze mit dem Stabmixer malträtiert - und schmeckt auch gleich ganz anders.
Damit es noch besser geliert, gebe ich den Saft einer Zitrone dazu.
Dann nach Anleitung kochen - auf der Packung Gelierzucker ist praktischerweise gleich das Rezept abgedruckt.
Hier ist das Ergebnis:
Damit die gelben Stachelbeeren so schön rot werden, habe ich getrickst und eine Handvoll Jostabeeren mit hineingeschmissen. Die reifen sowieso nie alle auf einmal und man hat Farbe für mehrere Durchgänge parat.
Damit man von seinen Sommerkonserven lange etwas hat, wäre es schön, wenn sie bis zum Herbst halten würden. Tun sie auch - wenn sie nicht so lecker wären, dass sie nur mit Glück den September überhaupt erleben!
Freitag, 30. Juli 2010
Sonntag, 25. Juli 2010
Kein Regen über Bielefeld
Kennt ihr die Bielefeldverschwörung? Diese unsägliche Theorie, nach der Bielefeld gar nicht existiert, sondern alle Hinweise auf diese Stadt frei erfunden sind? Wikipepdia gewährt ihr sogar einen eigenen Eintrag und zu allem Überfluss wurde der Unsinn jetzt auch noch verfilmt.
Die Bielefeldverschwörung nervt die meisten Bielefelder früher oder später ganz kolossal. Nimmt man es zunächst noch mit Humor, kann man beim dreiundzwanzigsten Mal "Ach, wo kommst du her? Bielefeld gibt's doch gar nicht!" schon weniger darüber lachen.
Das wahrlich Schlimme an der Sache ist, dass die Regenwolken tatsächlich an die Theorie zu glauben scheinen: "Wo soll ich abregnen? Ach was, mach ich nicht - die Stadt gibt's doch gar nicht."
Meistens läuft es so ab: Eine vielversprechende junge Regenfront nähert sich von Belgien kommend forsch dem Rheinland und gewährt ihm üppigen Sommerregen, leider auch oft gepaart mit bösen Unwettern. Aber immerhin, es regnet! Auch das Münsterland wird noch bedacht, man will ja nicht knauserig sein.
Doch dann taucht plötzlich der Teutoburger Wald am Horizont auf - die Wolken geraten ins Grübeln, erinnern sich an diese blöde Theorie und lösen sich dann flux in Wohlgefallen auf. Keine Chance - der Regen macht einen Bogen um diese Stadt, und das gründlich.
Noch 50 km vor Bielefeld findet der herrlichste Landregen statt, dann ist's vorbei mit Wasser für lau.
Und wieder heißt es Gießkannenschleppen: Es sollte olympische Disziplin werden. Die Bielefelder würden haushoch gewinnen.
Es ist zum Mäusemelken! Wie soll man denn unter diesen Umständen günstig gärtnern, verdammt noch eins?
Um diesen Effekt der wolkenweiten Verschwörung zu demonstrieren, klickt doch einfach bei der nächsten verheißungsvollen Regenfront einmal ins Regenradar.
Ihr werdet sehen, wie die wunderschönen Wolken Bielefeld meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Jetzt mal unter uns: Insgeheim hoffe ich hierbei natürlich auf den Vorführeffekt! Für morgen ist (wie so oft) Regen angekündigt und diesmal soll er angeblich auch Bielefeld erreichen. Also helft mir bitte, liebe Leser, und schaut den Wolken zu! Je mehr dies tun, umso besser!
Als Belohnung geb ich euch auch noch einen Tipp am Rande mit: Wenn ihr günstig gärtnern wollt, zieht nicht nach Bielefeld!
Nachtrag 26.7.: Dankeschön allen, die den Bielefeld-Effekt verfolgt haben, es hat gewirkt! Die Regenwolken haben sich nicht getraut, Bielefeld zu verfehlen. Es regnet schon seit einer Stunde!
Die Bielefeldverschwörung nervt die meisten Bielefelder früher oder später ganz kolossal. Nimmt man es zunächst noch mit Humor, kann man beim dreiundzwanzigsten Mal "Ach, wo kommst du her? Bielefeld gibt's doch gar nicht!" schon weniger darüber lachen.
Das wahrlich Schlimme an der Sache ist, dass die Regenwolken tatsächlich an die Theorie zu glauben scheinen: "Wo soll ich abregnen? Ach was, mach ich nicht - die Stadt gibt's doch gar nicht."
Meistens läuft es so ab: Eine vielversprechende junge Regenfront nähert sich von Belgien kommend forsch dem Rheinland und gewährt ihm üppigen Sommerregen, leider auch oft gepaart mit bösen Unwettern. Aber immerhin, es regnet! Auch das Münsterland wird noch bedacht, man will ja nicht knauserig sein.
Doch dann taucht plötzlich der Teutoburger Wald am Horizont auf - die Wolken geraten ins Grübeln, erinnern sich an diese blöde Theorie und lösen sich dann flux in Wohlgefallen auf. Keine Chance - der Regen macht einen Bogen um diese Stadt, und das gründlich.
Noch 50 km vor Bielefeld findet der herrlichste Landregen statt, dann ist's vorbei mit Wasser für lau.
Und wieder heißt es Gießkannenschleppen: Es sollte olympische Disziplin werden. Die Bielefelder würden haushoch gewinnen.
Es ist zum Mäusemelken! Wie soll man denn unter diesen Umständen günstig gärtnern, verdammt noch eins?
Um diesen Effekt der wolkenweiten Verschwörung zu demonstrieren, klickt doch einfach bei der nächsten verheißungsvollen Regenfront einmal ins Regenradar.
Ihr werdet sehen, wie die wunderschönen Wolken Bielefeld meiden wie der Teufel das Weihwasser.
Jetzt mal unter uns: Insgeheim hoffe ich hierbei natürlich auf den Vorführeffekt! Für morgen ist (wie so oft) Regen angekündigt und diesmal soll er angeblich auch Bielefeld erreichen. Also helft mir bitte, liebe Leser, und schaut den Wolken zu! Je mehr dies tun, umso besser!
Als Belohnung geb ich euch auch noch einen Tipp am Rande mit: Wenn ihr günstig gärtnern wollt, zieht nicht nach Bielefeld!
Nachtrag 26.7.: Dankeschön allen, die den Bielefeld-Effekt verfolgt haben, es hat gewirkt! Die Regenwolken haben sich nicht getraut, Bielefeld zu verfehlen. Es regnet schon seit einer Stunde!
Samstag, 24. Juli 2010
Der Name der Anemone
Wer hat an der Uhr gedreht? Meine Herbstanemone geht vor. Zumindest, was ihren Namen angeht.
Vor Jahren blühend gekauft im September, hat sie es immer eiliger gehabt und blüht seither jedes Jahr gefühlte drei Wochen früher. Mittlerweile sind wir bei Mitte Juli angelangt, wenn sie ihre ersten Blüten zeigt.
Wenn sie im Juni angekommen ist, wird sie schon mit dieser Zeitverschiebung aufhören, hoffe ich...
Warum kann sie dann nicht Hochsommeranemone heißen? Ist ja nicht so, dass sie im Herbst noch einmal blühen würde - meine tut mir den Gefallen leider nicht. Ihr botanischer Name zumindest lässt sich auf keine zeitlichen Verbindlichkeiten ein.
Der britische Pflanzensammler Robert Fortune machte seinem Namen alle Ehre und brachte die Anemone um 1842 nach Europa und nannte sie zunächst ganz unverfänglich Anemone japonica - heute wird sie A. hupehensis genannt (aus "Flora - der Duft der Ferne").
Was für ein Glück, dass wir sie in unseren Gärten haben dürfen! Gehört sie doch zu den Pflanzen, die man nur einmal kauft. Nicht etwa, weil sie sich als Fehlinvestition herausstellt, sondern weil sie so ein einnehmendes Wesen hat, dass man immer Ableger abstechen kann.
Das sollte man am besten im Frühjahr machen. Ich wollte es nicht glauben, aber es stimmt. Wenn man dann noch keinen neuen Platz für sie weiß, weil sich die Blühlücken erst später auftun, kann man sie erstmal im Topf zwischenparken, das macht ihr nichts aus.
Die Blüten sind einigermaßen standfest und machen auch auf ihrer Kehrseite eine gute Figur, wo die Blütenblätter zweifarbig sind:
Auf langen Blütenstengeln schwebend, bringt die Anemone Höhe in die Rabatte. Das schafft sie am besten im Halbschatten, wo sie sich bei mir sogar als ausgesprochen trockenheitsverträglich herausgestellt hat, wenn sie keine Wurzelkonkurrenz von Gehölzen ertragen muss.
Das weinartige Laub ist sehr attraktiv - als Blattschmuckpflanze in einem Buchskreis macht sie auch eine gute Figur, vor allem, weil sie den Schnecken ganz und gar nicht zu schmecken scheint.
Allerdings lebt sie nach dem Motto "Du sollst keine anderen Pflanzen neben mir haben" - das gilt es zu bedenken, wenn man sie mit Schwächlingen kombinieren möchte.
Wenn meine Herbstanemonen auch nach einem anderen Kalender leben: Es gibt sie doch, die Herbstköniginnen! Im botanischen Garten Hamburg habe ich sie gefunden - echte Oktober-Blüher:
Meine halten sich leider nicht an ihren Namen, schade. Schön sind sie trotzdem.
Vor Jahren blühend gekauft im September, hat sie es immer eiliger gehabt und blüht seither jedes Jahr gefühlte drei Wochen früher. Mittlerweile sind wir bei Mitte Juli angelangt, wenn sie ihre ersten Blüten zeigt.
Wenn sie im Juni angekommen ist, wird sie schon mit dieser Zeitverschiebung aufhören, hoffe ich...
Warum kann sie dann nicht Hochsommeranemone heißen? Ist ja nicht so, dass sie im Herbst noch einmal blühen würde - meine tut mir den Gefallen leider nicht. Ihr botanischer Name zumindest lässt sich auf keine zeitlichen Verbindlichkeiten ein.
Der britische Pflanzensammler Robert Fortune machte seinem Namen alle Ehre und brachte die Anemone um 1842 nach Europa und nannte sie zunächst ganz unverfänglich Anemone japonica - heute wird sie A. hupehensis genannt (aus "Flora - der Duft der Ferne").
Was für ein Glück, dass wir sie in unseren Gärten haben dürfen! Gehört sie doch zu den Pflanzen, die man nur einmal kauft. Nicht etwa, weil sie sich als Fehlinvestition herausstellt, sondern weil sie so ein einnehmendes Wesen hat, dass man immer Ableger abstechen kann.
Das sollte man am besten im Frühjahr machen. Ich wollte es nicht glauben, aber es stimmt. Wenn man dann noch keinen neuen Platz für sie weiß, weil sich die Blühlücken erst später auftun, kann man sie erstmal im Topf zwischenparken, das macht ihr nichts aus.
Die Blüten sind einigermaßen standfest und machen auch auf ihrer Kehrseite eine gute Figur, wo die Blütenblätter zweifarbig sind:
Auf langen Blütenstengeln schwebend, bringt die Anemone Höhe in die Rabatte. Das schafft sie am besten im Halbschatten, wo sie sich bei mir sogar als ausgesprochen trockenheitsverträglich herausgestellt hat, wenn sie keine Wurzelkonkurrenz von Gehölzen ertragen muss.
Das weinartige Laub ist sehr attraktiv - als Blattschmuckpflanze in einem Buchskreis macht sie auch eine gute Figur, vor allem, weil sie den Schnecken ganz und gar nicht zu schmecken scheint.
Allerdings lebt sie nach dem Motto "Du sollst keine anderen Pflanzen neben mir haben" - das gilt es zu bedenken, wenn man sie mit Schwächlingen kombinieren möchte.
Wenn meine Herbstanemonen auch nach einem anderen Kalender leben: Es gibt sie doch, die Herbstköniginnen! Im botanischen Garten Hamburg habe ich sie gefunden - echte Oktober-Blüher:
Meine halten sich leider nicht an ihren Namen, schade. Schön sind sie trotzdem.
Sonntag, 18. Juli 2010
Ein Geschenk des Himmels
Im Vorgarten steht ein alter Zinkeimer, den ich im Frühjahr mit einer Schicht Kompost beglückt habe. Hier hat sich eine illustre Gesellschaft aus Stars und Sternchen eingefunden.
Ein wunderschöner Schlafmohn ist quasi vom Himmel gefallen - gesät habe ich ihn jedenfalls nicht und auch mit Mohnbrötchen ist der Topf meines Wissens nicht in Berührung gekommen. Ob der Briefträger etwa... nein, auch das kann nun wirklich nicht sein.
Die zartrosa Blüte ist sogar gefüllt - man staune:
Wo auch immer das Kerlchen hergekommen ist, der Eimer gibt noch mehr Rätsel auf.
Die Jakobsleiter (Polemonium) kann ich noch erklären. Die habe ich im Garten und ihre Samen haben sich mit Sicherheit in den Kompost geschummelt. Dasselbe gilt für den Oregano. Der keimt sowieso überall mit Leichtigkeit.
Aber wo um Himmels Willen kommt der Sämling vom Schmetterlingsflieder (Buddleia) her (ganz links im Bild)?
Ich besitze doch gar keinen und auch die Nachbarn kommen ohne aus.
Kann es sein, dass zarte Schmetterlinge die Samen nach Art der Eichhörnchen verteilen, um sich ihre Nahrungsgrundlage zu sichern? Admiral und Postillon in geheimer Mission womöglich? Heißt der Baumweißling etwa so, weil er Bäume pflanzt?
Der Falter als Gärtner - eine romantische Vorstellung, aber dann war es doch eher der Postbote. Die flatterhaften Insektenwesen haben jedenfalls anderes im Sinn und schon ohne Übergepäck genug Probleme.
Freue ich mich also an dem kostenlosen Gartenzuwachs und bewundere den Mohn, solange er da ist, denn er ist ein genauso flüchtiger Gartengast wie ein Schmetterling.
Ein wunderschöner Schlafmohn ist quasi vom Himmel gefallen - gesät habe ich ihn jedenfalls nicht und auch mit Mohnbrötchen ist der Topf meines Wissens nicht in Berührung gekommen. Ob der Briefträger etwa... nein, auch das kann nun wirklich nicht sein.
Die zartrosa Blüte ist sogar gefüllt - man staune:
Wo auch immer das Kerlchen hergekommen ist, der Eimer gibt noch mehr Rätsel auf.
Die Jakobsleiter (Polemonium) kann ich noch erklären. Die habe ich im Garten und ihre Samen haben sich mit Sicherheit in den Kompost geschummelt. Dasselbe gilt für den Oregano. Der keimt sowieso überall mit Leichtigkeit.
Aber wo um Himmels Willen kommt der Sämling vom Schmetterlingsflieder (Buddleia) her (ganz links im Bild)?
Ich besitze doch gar keinen und auch die Nachbarn kommen ohne aus.
Kann es sein, dass zarte Schmetterlinge die Samen nach Art der Eichhörnchen verteilen, um sich ihre Nahrungsgrundlage zu sichern? Admiral und Postillon in geheimer Mission womöglich? Heißt der Baumweißling etwa so, weil er Bäume pflanzt?
Der Falter als Gärtner - eine romantische Vorstellung, aber dann war es doch eher der Postbote. Die flatterhaften Insektenwesen haben jedenfalls anderes im Sinn und schon ohne Übergepäck genug Probleme.
Freue ich mich also an dem kostenlosen Gartenzuwachs und bewundere den Mohn, solange er da ist, denn er ist ein genauso flüchtiger Gartengast wie ein Schmetterling.
Donnerstag, 15. Juli 2010
Wir sind Helden
In den letzten Wochen hat sich gezeigt, wer die Hitze-Helden und wer die Schattenparker unter den Stauden sind. Die einen halten ohne künstliche Bewässerungsnachhilfe klaglos durch, die anderen wollen alle zwei Tage mit Wasser aus der Gießkanne bedient werden.
Der größte Säufer von allen ist ohne Frage der Rasen. Wenn er nicht den Rest des Jahre in einer ansprechenderen Farbe als in diesem hitzegestressten "brün" daherkäme, wäre er schon längst durch Kies ersetzt worden.
Ihm dicht auf den Fersen ist der Rest der Schattenparker-Fraktion: Astilben, Astrantia, Stauden-Nachtkerze, Wald-Erdbeeren und nicht zuletzt Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida), der auch sicherlich nur so heißt, weil er selbigen bitter nötig hat und nicht, weil er etwa aussieht wie ein Sombrero.
Unter den Gemüsen ist der Rhabarber am wenigsten leidensfähig.
Lobende Erwähnung aufgrund heldenhafter Hitzetoleranz finden dagegen folgende nahezu wartungsfreien Stauden:
Überraschenderweise hält sich auch meine Japananemone (Anemone hupehensis) ganz tapfer im Halbschatten! Meine Funkien leiden ebenfalls relativ wenig, wenn sie schattig genug stehen.
Wenn ich einen größeren Garten zu versorgen hätte, würde ich ein ganzes Beet nur mit diesen Hitzehelden bepflanzen. Das spart Wasser und Nerven.
Natürlich darf auch die Pflanzengruppe nicht unerwähnt bleiben, die sich der sommerlichen Trockenheit auf ihre ganz eigene, raffinierte Art stellt, ich nenne sie mal die Drückeberger. Man kennt sie auch als Geophyten - Pflanzen mit Knollen oder Zwiebeln, die den ganzen Sommer träge unter der Erde verschlafen und erst im Frühling oder Herbst wieder mitspielen, wenn die Niederschläge reichlicher werden und das Licht durch die Bäume dringt. Die Drückeberger hat man um diese Jahreszeit schon vergessen, aber sie sind noch da und warten.
Also durchhalten, ihr Helden, denn der Sommer ist noch lang. Die Schattenparker werden selbstverständlich mit durchgeschleppt - ein Sommer ohne Sonnenhut wäre doch kein Sommer.
Der größte Säufer von allen ist ohne Frage der Rasen. Wenn er nicht den Rest des Jahre in einer ansprechenderen Farbe als in diesem hitzegestressten "brün" daherkäme, wäre er schon längst durch Kies ersetzt worden.
Ihm dicht auf den Fersen ist der Rest der Schattenparker-Fraktion: Astilben, Astrantia, Stauden-Nachtkerze, Wald-Erdbeeren und nicht zuletzt Gelber Sonnenhut (Rudbeckia fulgida), der auch sicherlich nur so heißt, weil er selbigen bitter nötig hat und nicht, weil er etwa aussieht wie ein Sombrero.
Unter den Gemüsen ist der Rhabarber am wenigsten leidensfähig.
Lobende Erwähnung aufgrund heldenhafter Hitzetoleranz finden dagegen folgende nahezu wartungsfreien Stauden:
- Kronen-Lichtnelke (Lychnis coronaria)
- Salbei (Salvia officinalis)
- Wollziest (Stachys byzantina)
- Thymian (Thymus)
- Fette Henne und andere Sedum
- Sempervivum
- Polsterphlox (Phlox subulata)
- Färberkamille (Anthemis tinctoria)
- Frauenmantel (Alchemilla) - wenn er eingewachsen ist
- Gold-Schafgarbe (Achillea filipendulina)
- Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites)
- Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
- Oregano
- Königskerzen
- Wilde Karde (Dipsacus)
- Edeldisteln (Eryngium alpinum, Echninops ritro und andere)
- Eselsdistel (Onopordum acanthium)
- Katzenminze (Nepeta x fassenii)
- Lavendel
- Ysop (Hyssopus officinalis)
Überraschenderweise hält sich auch meine Japananemone (Anemone hupehensis) ganz tapfer im Halbschatten! Meine Funkien leiden ebenfalls relativ wenig, wenn sie schattig genug stehen.
Wenn ich einen größeren Garten zu versorgen hätte, würde ich ein ganzes Beet nur mit diesen Hitzehelden bepflanzen. Das spart Wasser und Nerven.
Natürlich darf auch die Pflanzengruppe nicht unerwähnt bleiben, die sich der sommerlichen Trockenheit auf ihre ganz eigene, raffinierte Art stellt, ich nenne sie mal die Drückeberger. Man kennt sie auch als Geophyten - Pflanzen mit Knollen oder Zwiebeln, die den ganzen Sommer träge unter der Erde verschlafen und erst im Frühling oder Herbst wieder mitspielen, wenn die Niederschläge reichlicher werden und das Licht durch die Bäume dringt. Die Drückeberger hat man um diese Jahreszeit schon vergessen, aber sie sind noch da und warten.
Also durchhalten, ihr Helden, denn der Sommer ist noch lang. Die Schattenparker werden selbstverständlich mit durchgeschleppt - ein Sommer ohne Sonnenhut wäre doch kein Sommer.
Abonnieren
Posts (Atom)



