Hattet ihr auch früher ein Herbarium? Ich hatte zumindest eine Pflanzenpresse, wobei die meisten Blätter doch irgendwie in den dicksten Schinken aus dem Bücherregal geplättet wurden. Im Garten geht das aber auch ganz gut, denn durch den nassen Schnee der letzten Wochen haben sich viele Pflanzen vor Angst platt auf den Boden gelegt.
Mein Beinwell macht gerade einen auf Instant-Mulch. Das kann er gut, die letzten Fetzen, die beim Verrotten übrig bleiben, stören im Frühjahr auch nicht mehr.
Der Rhizinus im Botanischen Garten Bielefeld ist erfroren, aber seine riesigen Blätter liegen jetzt flach und das sieht sogar sehr hübsch aus.
Der Apothekergarten als Hochbeet-Herbarium - hier zeige ich ihn doch schnell mal im Überblick und mit Burg im Hintergrund, denn der Teil ist ja nagelneu und dieses Jahre erst eingeweiht worden.
Die Echte Engelwurz, die ebenfalls in den Mauerbeeten im Apothekergarten wächst, sieht immer noch hübsch bunt aus, obwohl ihre Triebe auch eher zweidimensional geworden sind.
Der Kerzen-Knöterich in meinem Garten ist Matsche, da kann man nichts mehr beschönigen, und beweist, dass nicht alle Stauden als frostdekoriertes Kunstwerk im Garten taugen - es sei denn, man möchte Stängelmikado spielen.
Da müssen es schon stabilere Kollegen wie Sonnenhut sein, der seine Samenstände wacker aufrecht präsentiert.
Hübsch sieht noch die Wilde Karde mit ihrer Rosette aus.
Die ist sowieso bis zum Frühjahr eine pflanzliche Flunder und der Schnee kann sie nicht weiter platt bügeln als sie ohnehin schon ist.
Die wächst jetzt auch schon wieder dort, wo eigentlich Rasen wachen sollte, aber auch der ist dieses Jahr ziemlich Matsche, denn nach dem vielen Regen bekommt es ihm gar nicht, wenn er betreten wird.
Schauen wir mal, was sich im Frühjahr aus der Matsche wieder hochschwingt. Der Beinwell ganz sicher.





































