Manchen
Pflanzen möchte man mal einen Tipp auf den weiteren Lebensweg mitgeben:
Hättet ihr auch mal mehr angestrengt und in der Baumschule besser
aufgepasst, dann wäre aus euch vielleicht noch was geworden. Ein
Karrierecoach würde es wohl so ausdrücken: Hättet ihr ein wenig an eurem
Outfit gefeilt, dann wärt ihr nun ein Global Player und nicht die
Verlierer des Garten-Booms.
Manche
heimischen Wildpflanzen haben nämlich durchaus Potential und aus ihnen
ließen sich echte Verkaufsschlager machen. Die Blüten und inneren Werte
sind ja oft auch ganz hübsch, nur das Blattwerk sollte ein wenig
pfiffiger daherkommen. Hier gilt es, aktuelle Modetrends nicht zu
verschlafen und mal ein bisschen Panaschiertheit, Silberglanz oder
Rüschen aufzutragen.
Und wenn auch der Baldrian (Valeriana officinalis) hübsch grün-weiß gestreifte Blätter hätte, wäre der Erfolg doch sicher vorprogrammiert?
Er ist immerhin schlank, hochgewachsen und beruhigt die Nerven. Katzen dagegen verhilft er zu einem zünftigen Rausch, der sich gewaschen hat. Seine zart rosafarbenen Blüten schweben erhaben über allem und können sich durchaus sehen lassen.
Doch beruhigt er auch die Nerven des Gartenbesitzers? Nicht unbedingt, manch einer braucht Nerven wie Drahtseile, da die Pflanze gern Ausläufer bildet und mit der Zeit immer mehr Raum einnimmt. Allerdings muss ich sagen, dass er keine unterirdischen Sprünge macht, wie manche Wildrosen oder Lysimachia ciliata, die unvermittelt einen Meter weiter aus dem Boden schießen.
Die heimische Staude hätte daher das Zeug zum Liebling aller Gärtner, die eine Stelle mit nicht allzu trockenem Boden vakant haben und gern auch mal zum Spaten greifen, um wildgewordene Stauden zu zähmen. Trockenheit ist dem Baldrian sehr zuwider. Dafür blüht er aber auch noch im Halbschatten ausgiebig und hat schönes Laub.
Schmetterlinge schaukeln gern auf den Blüten, später werden kleine Flugsamen herumgeweht.
Mein Exemplar bzw. die mittlerweile vorhandene Armada stammt übrigens vom Friedhof, wo er sich im Müll befand. Zu seiner Beruhigung habe ich ihn gerettet. Und es nicht bereut bisher. Das bisschen Auszupfen ist ja auch irgendwie meditativ...
Schmetterlinge schaukeln gern auf den Blüten, später werden kleine Flugsamen herumgeweht.
Mein Exemplar bzw. die mittlerweile vorhandene Armada stammt übrigens vom Friedhof, wo er sich im Müll befand. Zu seiner Beruhigung habe ich ihn gerettet. Und es nicht bereut bisher. Das bisschen Auszupfen ist ja auch irgendwie meditativ...






















































