Diesen Sommer scheint es, als wären unsere dringendsten Probleme im Garten die Nacktschnecken und dass der Rasen so nervig schnell wächst. Während die Anzahl der Grillparties dieses Jahr nur von der Anzahl der von den Nacktschnecken verschonten Sämlinge unterboten wird, kann sich der Eindruck aufdrängen, dass der Klimawandel auch im Lockdown ist oder nicht mehr aus der Quarantäne im Auslandsurlaub zurück kommt, denn anderswo ist heiß und es brennen die Wälder.
Auch wenn es sich so anfühlt, als würde man allein nicht viel ausrichten können, ist es doch eine gute Idee, im Garten wo immer es geht CO2 einzusparen. Hier ein paar einfache Tipps, die uns gar nicht mal so viel abverlangen:
- Torf ist ein super CO2Speicher. Aber nur, wenn er unter Verschluss bleibt, und zwar im Moor, wo er hingehört. Landet er hingegen in einer Plastiktüte im Gartencenter, hat er schon verloren, nämlich CO2, das er nun hemmungslos in die Atmosphäre pustet. Besser ist es also, torffreie Blumenerde zu kaufen. Die ist auch gar nicht mehr so schwer zu bekommen wie vor ein paar Jahrzehnten und auch qualitativ keine mittlere Katastrophe mehr.
- Anorganischer Dünger wird unter hohem Energieaufwand produziert und schädigt das Bodenleben nachhaltig. Umweltschonender und sogar kostenlos sind selbstgemachte Bodenverbesserer wie Kompost, Mulch aus selbstgeschredderten Ästen oder Falllaub. So reichert sich der Boden mit organischer Substanz an, anstatt dem Fastfood in Form von Blaukorn zu frönen, er speichert so also viel mehr CO2.
- Umgraben stellt die Welt der Bodenlebewesen auf den Kopf. Während das CO2 vorher schön im Boden gefangen war, tritt es nun aus. Besser ist der No-Dig-Ansatz, bei dem man den Boden weitgehend in Ruhe sein Ding machen lässt und Pflanzen in Rillen sät oder in kleine Löcher pflanzt. Auch das Verdichten des Bodens durch Betreten oder Befahren mit schwerem Gerät führt dazu, dass CO2 austritt.
- Viel und artenreich zu pflanzen heißt viel CO2 zu binden. Grünzeug auf allen Ebenen von der kleinsten Staude bis zum Baum bedeckt den Boden und erzeugt organische Substanz, die wiederum CO2 speichert.
- Lokale Gärtnereien zu unterstützen, die man vielleicht sogar mit dem Fahrrad erreichen kann, ist nachhaltiger als Online-Handel. Wer das Glück hat, in der Nähe einer wirklich guten Staudengärtnerei oder Baumschule zu wohnen, kann sehr viel CO2 sparen. Vielleicht nehmen sie sogar die Staudentöpfe wieder zurück? Nachfragen lohnt sich!
- Pflanzen selbst heranzuziehen spart Verpackung und Versand. Gärtnern mit selbstversamenden Pflanzen macht besonders viel Spaß und besonders wenig Arbeit.
Fallen euch noch weitere Tipps ein, wie man im Garten CO2 einsparen kann?























